Unser Kursangebot Abitur 2028
Kurs 1: Gegenwart leben und Zukunft gestalten
(Ebrahimi/Ehlert)
Unsere Zukunft geht uns alle an, ob wir wollen oder nicht. Wir sind ihr nicht ausgeliefert, sondern müssen in einer sich ständig wandelnden Gesellschaft und Welt Verantwortung übernehmen – zunächst für unser eigenes Leben und dann für das Leben um uns herum. Dazu gehört ein nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen: sei es die Umwelt, die uns umgibt oder die Gesellschaft, in der wir leben.
Wir sind neugierig, mit euch verschiedene Aspekte für eine erstrebenswerte Zukunft zu formulieren und Möglichkeiten für Partizipation bei der Gestaltung dieser zu finden. Dies kann einen Blick in die Vergangenheit notwendig machen, um aktuelle Entwicklungen zu verstehen und daraus Schlüsse für Morgen zu ziehen.
Findet euer Themengebiet, das euch interessiert und das dazu beiträgt, eine erstrebenswerte Zukunft zu gestalten. Hierbei könnt ihr euch zum Beispiel mit Friedensbildung, Umwelt und Klimawandel, Chancen und Risiken des technischen Fortschritts und dem Engagement für die Demokratie sowie weiteren Bereichen befassen, zu denen ihr Ideen entwickeln wollt. Mit eurer Hilfe wollen wir also an erforderlichen Innovationen im Umgang mit unserer Gegenwart arbeiten. Wünschenswert wäre es, wenn wir selbst auch ganz praktisch in die Zukunftsgestaltung einsteigen können.
In diesem Seminarfach beschäftigen wir uns also mit den vielfältigen Möglichkeiten einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung – praxisorientiert, jedoch ohne erhobenen Zeigefinger. Geeignet für alle, die gerne voraus denken und handeln.
Kurs 2: Sternstunden der Mathematik und Physik
(Clauß/Franz)
Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.
(Albert Einstein, 1879 – 1955)
Mathematik begleitet uns im Alltag, oft ohne, dass wir es merken. Ohne Mathematik funktionieren keine Computer, funktioniert keine Technik. Der Vermessungsingenieur braucht sie ebenso wie der Statistiker, der Maschinenbauer oder der Songwriter. Mathematik ist logisch und spannend und hat sich im Laufe der Geschichte immer weiterentwickelt. Mathematik besteht nicht nur aus Zahlen, Rechenoperationen und Operatoren, sondern Mathematik ist eine eigene Denkweise, für die man einen Zugang finden muss.
Warum hebt eine Rakete ab? Wie funktioniert ein Navigationssystem? Wieso schillert die Oberfläche einer Pfütze in bunten Farben? Wie funktioniert ein Herzschrittmacher? Wie hat sich die Physik von der Antike bis zur Neuzeit entwickelt? Hinter physikalischen Phänomenen stehen logische Zusammenhänge, für deren Erforschung Physiker mit Leidenschaft, Mut aber auch Fleiß in manchen Fällen ihr ganzes Lebenswerk widmeten. Über den Tellerrand hinauszuschauen und die Grenzen des bereits Bekannten zu überschreiten waren dafür notwendig. Aber nicht immer wurden die Forscher zu Lebzeiten für ihre Verdienste geehrt.
In unserem Seminarfach möchten wir euch die Grundlagen des wissenschaftspropädeutischen Schreibens und Präsentierens anhand naturwissenschaftlicher Themen aus den Bereichen Mathematik, Physik, Astronomie und Medizin vermitteln. Auch geschichtliche und philosophische Aspekte können dabei eine Rolle spielen.
Dabei wird die sinnvolle Nutzung von Textverarbeitungs- und Präsentationssoftware einen hohen Stellenwert haben. Angesprochen werden insbesondere Schülerinnen und Schüler, die Freude an Mathematik und Physik oder auch generelles Interesse an Naturwissenschaften, technischen Anwendungen und deren Ergründung haben.
Kurs 3: Rom – Die ewige Stadt
(Nitschke/Otto)
Rom- das ist die Stadt von Julius Caesar und zahlreichen berühmten Kaisern wie Augustus oder Marcus Aurelius, an die noch heute das Forum, das Colosseum und die Thermen erinnern. Rom ist aber auch der Petersdom, der Vatikan und eine unüberschaubare Menge von Kirchen. Rom - das sind ebenso die Bauten des Faschismus wie die Studios der Cinecittá, in denen Filmgeschichte geschrieben wurde. Rom ist auch eine moderne Millionenstadt, die Hauptstadt Italiens, in der mit den „Römischen Verträgen“ ein Grundstein für die europäische Einigung gelegt wurde. Rom hat die „via del Corso“, eine weltberühmte Einkaufsstraße, und das römische Essen ist nicht weniger bekannt. Rom hat aber auch große arme Außenbezirke, in denen die Kriminalität wuchert. Es gibt eine dramatische Müllkrise, die möglicherweise bald gelöst wird usw. usw.
Rom ist also nicht nur ein lohnendes Ziel für unsere Studienfahrt, sondern auch eine Fundgrube für interessante Themen aus Geschichte und Politik, aus Literatur und Philosophie, Kultur und Kirche.
Unter welchen Aspekten wir uns mit der „Ewigen Stadt“ beschäftigen und aus welchem Bereich die Themen für die Facharbeiten kommen, werden wir gemeinsam festlegen. Dabei wird es auch um die Antike und um das Papsttum gehen, es sind aber zusätzlich viele andere Schwerpunkte denkbar.
Kurs 4: Bedeutung, Gestaltung und Effekte von sportlichen Großveranstaltungen
(Brandes/Gödeke)
Olympische Spiele, Fußball-Weltmeisterschaften, Tour de France, internationale Wintersportevents und viele andere sportliche Großereignisse haben eines gemeinsam: Sie faszinieren Millionen Menschen weltweit. Gleichzeitig stehen sportliche Großereignisse immer wieder in der Kritik. Hohe Kosten, Umweltbelastungen, Korruption, politische Einflussnahme, Betrug oder Menschenrechtsverletzungen werfen die Frage auf, welche Nebenwirkungen Mega-Events haben.
Im Seminarfach „Bedeutung, Gestaltung und Effekte von sportlichen Großveranstaltungen“ setzen wir uns wissenschaftsorientiert u.a. mit gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten sportlicher Großveranstaltungen auseinander. Ziel ist es, aktuelle und vergangene Ereignisse und Debatten kritisch zu analysieren, unterschiedliche Perspektiven zu vergleichen und eigenständig relevante Fragen zu entwickeln.
Der Kurs verbindet sportbezogene Themen mit Politik, Wirtschaft, Geografie, Medienwissenschaft und Ethik. Neben der inhaltlichen Arbeit stehen wissenschaftliches Arbeiten, Recherche, Quellenkritik, Präsentationstechniken sowie das Verfassen einer Facharbeit im Mittelpunkt.
Kurs 5: Fakt vs. Fiktion – Was erdachte Welten aus Film und Literatur über reale Gesellschaften verraten
(Althoff/Harbig)
Was haben Geschichten mit unserer Realität zu tun? Können literarische, aber auch andere mediale Formate wie Filme oder Musik helfen, politische und gesellschaftliche Entwicklungen besser zu verstehen?
Im Seminarfach „Fakt vs. Fiktion“ untersuchen wir fiktionale Welten und vergleichen sie mit realen gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten. Dabei beschäftigen wir uns mit Themen wie Macht und Propaganda, Technologie und Widerstand. Grundlagen sollen Werke aus dem englischsprachigen Raum, wie etwa „1984”, „Brave New World“, „Star Wars“ oder „Black Mirror“ sein. Diese werden jedoch nicht nur literarisch betrachtet (oder gar in Gänze mit der Stilmittelliste auf dem Schreibtisch gelesen), sondern viel mehr als Modelle genutzt, um reale Gesellschaften kritisch zu analysieren.
Das Seminarfach verbindet Inhalte aus Englisch, Politik und Wirtschaft. Als Unterrichtssprache und für die Seminararbeit ist die deutsche Sprache vorgesehen, viele Quellen und Originaltexte sind angesichts des Schwerpunktes allerdings auf Englisch, sodass gute Englischkenntnisse hilfreich wären. Das Seminar eignet sich besonders für Schülerinnen und Schüler, die sich für gesellschaftliche Diskurse interessieren und Freude an der (kritischen) Auseinandersetzung mit Literatur und Medien verspüren.