Vom 5. Februar bis 8. Februar waren in der Ausstellung „Serielles Porträt“ die Werke der Schülerinnen und Schüler des Prüfungskurses 12 zu sehen. Die Werke zeichneten sich insbesondere dadurch aus, dass die Idee sowie die gestalterische Umsetzung von den Schülerinnen und Schülern selbstständig entwickelt wurden. Verbindliche Vorgabe war lediglich das übergreifende Thema.
Entstanden ist eine Vielfalt an Werken, welche menschliche Prozesse aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchteten. So zeigte die Spirale des Werkes „Burnout“ von Anja im wahrsten Sinne des Wortes das Abbrennen bis zum letzten Papierschnipsel. Katharina deckte in ihrem Werk die Entstehung eines Lächelns auf und forderte zur aktiven Teilnahme, dem Verschenken eines Lächelns, auf. Johanna zeigte ein Koordinatensystem menschlicher Gefühle, in welchem man sich gedanklich selbst verorten konnte. Carolin machte in ihrem Stopp-motion-Film die Übermacht der Zeit zum Thema, die zum Verlust der Menschlichkeit führt. Ein Porträt des Lebens der Sängerin Nina Simone zeigte Lilli in ihren Werken, die die Distanz zwischen äußerer Erscheinung und inneren Vorgängen hervorhoben. Die plastische Gestaltung eines Schädels mit Soldatenhelm von Lorenzo ließ den Menschen mal mehr und mal weniger durchsichtig erscheinen, was auf innere Befindlichkeiten aufmerksam machte und in der zugehörigen Fotoreihe „Narben“ aufgegriffen wurde. Zum Thema Depression zeigte Klaudia den Prozess mit Klebezetteln als Gedankenblasen auf. Angelika fokussierte das Thema aus einer anderen Perspektive. Mit ihrem Stopp-motion-Film veranschaulichte sie die Veränderung einer Zeichnung, die jeweils Spuren der vorangegangenen Zeichnungen erkennen ließ. Im wahrsten Sinne geschlagen war das Porträt von Finja, die mit Nägeln den Prozess der Depression, die Verschleierung des Selbst, versinnbildlichte. Eine Auseinandersetzung mit den Phasen der Trauer präsentierte Greta in ihrer übermalten Collage, die symbolisch durch die Form eines menschlichen Herzens umrissen wurde.
