Papiersparen leicht gemacht

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums machen auf Umweltproblematik aufmerksam

Erstellt von BD/PY | | Schuljahr 2015/16Umwelt-AG

Am Donnerstag verteilten die Umwelt-AG und das Klimateam bei sonnigstem Wetter auf den Großburgwedeler Wochenmarkt im Tausch gegen Papierspartipps selbst geschöpftes Papier. Der Hintergrund: Im Schnitt verbraucht jeder Deutsche 250 kg Papier im Jahr. Zum Vergleich: Der durchschnittliche pro Kopf Verbrauch weltweit liegt bei 54 kg (vgl. vdp). Das sind gut 20 Mio. Tonnen Papier. Pro Jahr! Reihen wir dieses Papier Blatt für Blatt aneinander, entspricht das ungefähr der Strecke von 16.300 km, einer Strecke von Großburgwedel nach Sidney.

Dabei ist es so einfach Papier zu sparen, wie Luis Rodriguez (Klasse 6) in einem Flyer zusammengestellt hat.

Hier einige Beispiele:

  • Stoppen Sie Reklamesendungen durch den Aufkleber „Keine Werbung einwerfen!“.
  • Nutzen Sie einen Thermobecher statt Coffee-to-go-Becher.
  • Nutzen Sie gebrauchte Bücher: Tauschen Sie Ihre Bücher mit Freunden. Nutzen Sie die Bibliothek oder schauen Sie mal auf dem Flohmarkt vorbei.

Für die Herstellung des Papiers wird nicht nur Holz benötigt, sondern auch u.a. Wasser und Energie. So können durch die Herstellung von Recyclingpapier statt Frischfaserpapier nicht nur die Wälder entlastet, sondern auch über die Hälfte an Wasser und Energie gespart sowie eine bessere Kohlenstoffdioxidbilanz erzielt werden (vgl. Umweltinstitut München). Und wussten Sie, dass Recyclingpapier längst nicht mehr grau sein muss?

Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, haben die Schülerinnen und Schüler der Umwelt-AG den Besuchern einerseits auf Postern gezeigt, wie sie Papier einfach selber hergestellt haben, und andererseits viele Ideen mitgebracht, Papier effektiver zu nutzen, bevor es in der Papiertonne landet. Besonders viel Anerkennung haben unsere 3D-Origami-Pinguine aus alten DIN A4 Blättern bekommen. Eine Idee, die Alexandra Beer (Klasse 7) in unsere AG gebracht hat.

Schnell waren viele wertvolle Tipps der Marktbesucher gesammelt. Mehrere Besucher sparen Papier, indem sie Zeitungen und Zeitschriften online lesen, z.B. die Fernsehzeitung. Viele fordern die Reduzierung der Anzahl an Werbezeitschriften und den Druck dieser auf Recyclingpapier.

Unser Resümee nach vier Stunden Präsenz auf dem Wochenmarkt war durchweg positiv. Insbesondere die Auswertung unserer Statik ist erfreulich: Der Großteil der Besucher des Wochenmarktes sammelt Papier und entsorgt es fachgerecht. Weiter so!