Gedenkstättenfahrt nach Oswiecim/Auschwitz

Geschichte hautnah - Demokratie fördern

Einfahrt in das Lager Auschwitz-Birkenau
Einfahrt in das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

Demokratiebildung gelingt in besonderem Maße in der hautnahen Auseinandersetzung mit Unrecht gegen Demokratie. Auch deshalb ist es uns am Gymnasium Großburgwedel so wichtig gewesen, die freiwillige Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 12 und 13 erneut durchzuführen.So ging es Ende Januar 2026 von Mittwoch bis Sonntag per Zug für fünf Tage nach Oświęcim (heutiger Name des Ortes Auschwitz).

Zwei Tage lang standen zunächst jeweils 4-stündige Führungen im größten Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten, genauer  in den zwei Hauptlagern KZ Auschwitz und KZ Auschwitz-Birkenau auf dem Programm. Der Besuch dieses Symbols für den massenhaften und systematischen Mord an vor allem Juden und Jüdinnen(oder -wie der emeritierte Professor für Soziologie Wolfgang Sofsky schreibt- der „Kolonie des Terrors am Ende der sozialen Welt") ging allen nahe und die gesammelten Eindrücke wurden sicherlich auch noch durch die winterlichen Temperaturen verstärkt.

Über den Besuch der der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau hinaus, hatten wir auch die Gelegenheit, unsere Erfahrungen und unser Wissen in einem Workshop zu vertiefen. Über filmische Zeugnisse des jüdischen Polen Henryk Mandelbaum widmeten wir uns nochmals besonders des Themas „Sonderkommando“ und erhielten einen personalisierten Zugang zur Geschichte. Außerdem standen der Besuch des jüdischen Museums in Oswiecim sowie der lokalen Synagoge auf dem Fahrtenprogramm. Fast alle von uns betraten das Innere eines Versammlungshauses jüdischer Gemeinden zum ersten Mal.

Krakau stellte letztlich das Tagesziel einen Tag vor der Abreise dar. Diese wunderschöne und interessante Stadt mit ihrer sehr gut erhaltenen Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe) haben wir uns zunächst eingehend gemeinsam angeschaut bzw. durfte später auch in Kleingruppen selbständig erkundet werden, bevor wir zu einem gemeinsamen Abendessen erneut zusammenkamen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass diese Studienfahrt sicherlich für alle ein Erlebnis war, welches sehr zum Nachdenken anregte und Geschichte auf wirklich nachdrückliche Art und Weise erfahrbar machte. Wir, d.h. Herr Grüne und ich, waren zudem wirklich stolz auf die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, die sich stets offen, interessiert und reflektiert am und während des Programms gezeigt haben. Unser Eindruck wurde demnach bestätigt, dass durch den Besuch von Gedenkstätten wie Auschwitz-Birkenau demokratische Werte wahrlich erfolgreich erfahrbar gemacht werden können.

Als Teil unseres Fahrtenkonzepts am Gymnasium Großburgwedel soll die Auschwitz-Fahrt in zwei Jahren erneut durchgeführt werden.

Weitere Fotos in der Bildergalerie

Schülergruppe in einer Führung
Rundgang über das Gelände des ehemaligen Lagers Auschwitz-Birkenau
Gruppenfoto der Schülerinnen und Schüler
Exkursion nach Kraków mit Gruppenfoto auf dem Rynek vor dem Denkmal von Adam Mickiewicz