Fünf Tage lang tauschten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 gleich zu Beginn des neuen Schuljahres den Schulalltag gegen gemeinsame Erlebnisse und neue Herausforderungen. Fünf 6. Klassen, das ist schon eine Menge! Leider waren das zu viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer, um in einer Jugendherberge Platz zu finden. Für zwei Klassen ging es deshalb nach Eschwege, drei weitere Klassen verbrachten ihre Klassenfahrt in der Jugendherberge Helmarshausen.
Helmarshausen im Weserbergland
Die Busfahrt über den Ith war bereits eine kleine Herausforderung, aber bei der Ankunft waren alle Störungen schnell vergessen, denn schon der erste Blick auf die Jugendherberge war beeindruckend: Von außen erinnert das denkmalgeschützte Gebäude ein wenig an Hogwarts, besonders abends.
Das Programm war abwechslungsreich: Alle starteten mit einer nicht ganz so einfachen Ralley durch die Jugendherberge. Praktische Erfahrungen im Wald beim Bau von Kugelbahnen konnten unter erlebnispädagogischer Anleitung beim „Vertrauten Team“ gemacht werden. Eine Waldpädagogin ließ die Klassen die Natur und Umwelt erkunden. Wanderungen führten ins benachbarte Bad Karlshafen, vorbei an einer märchenhaften Burgruine, der Krukenburg, die zum Erkunden einlud. Vom Aussichtsturm hatte man einen beeindruckenden Blick über den Solling.
Leider war das Wetter nicht immer so gut geeignet, um das vielfältige Sportangebot des großen Außengeländes zu nutzen, aber die Sonnentage machten das wieder wett. Das Indoor-Programm ließ aber auch bei schlechtem Wetter keine Langeweile aufkommen, es waren genügend teamstärkende Spiele dabei. Auch für ein ansprechendes Abendprogramm war gesorgt: Es gab zwei Kino-Abende und einen Disco-Abend, alternativ konnte man auch eine Pyjama-Party genießen oder vor der Hogwarts-Kulisse Werwölfe spielen.
Hauptsächlich die 6A durfte sich über die Hundebegleitung von Morri und Velvet freuen - ein besonderes und harmonisches Highlight, was man nur empfehlen kann.
Natürlich wird immer über das Essen gemeckert, sonst ist die Klassenfahrt nicht gelungen! Aber ehrlicherweise muss man zugeben, dass die Auswahl bei allen Mahlzeiten (es gab sogar zweimal täglich warmes Essen!) sehr groß war und allen Bedürfnissen nachgekommen wurde, selbst Sonderwünsche wurden erfüllt.
Die Rückfahrt war ein Spiegel der Hinfahrt, auch wenn es diesmal über Uslar und die Autobahn zurück ging und wir früher als erwartet wohlbehalten in Burgwedel eintrudelten.
Die Klassenfahrt hat definitiv den Zusammenhalt gestärkt und wir hoffen, dass die Eindrücke noch lange nachhallen.
Bildergalerie Helmarshausen 2026
Eschwege an der Werra
Auf dem Programm standen verschiedene Aktivitäten, bei denen es nicht nur um Bewegung und Abenteuer ging. Auch das gemeinsame Bewältigen von Aufgaben zum Beispiel bei der obligatorischen Nachwanderung durch den Wald bot Gelegenheit, die Klassengemeinschaft zu stärken und eigene Grenzen auszureizen.
Ein besonderes Erlebnis war die Draisinenfahrt auf der Kanonenbahn. Von Lengenfeld unterm Stein nach Küllstedt führt die Strecke durch die Landschaft des Eichsfelds. Zunächst ging es mit eigener Muskelkraft bergauf, durch fünf Tunnel – der längste davon 1,5 Kilometer lang – und über ein großes Viadukt. Auf dem Rückweg wurden die Schülerinnen und Schüler durch die rasante Talfahrt für die körperlichen Mühen eindrucksvoll entlohnt.
Für eine weitere sportliche Herausforderung sorgte der Kletterwald im Hainich. Auf verschiedenen Parcours waren Geschicklichkeit, Kondition und etwas Mut gefragt. Die Schülerinnen und Schüler konnten unterschiedliche Höhen und Schwierigkeitsgrade bewältigen und dabei ihre eigenen Grenzen austesten.
Grillabend und Lagerfeuer boten Gelegenheit, den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Am letzten Abend konnte in der Disco noch einmal gemeinsam ordentlich gefeiert werden.
Die fünf Tage boten eine abwechslungsreiche Mischung aus Bewegung, Abenteuer und gemeinsamer Zeit. Mit vielen neuen Eindrücken und gemeinsamen Erinnerungen ging es schließlich per Bahn zurück nach Hause – eine Klassenfahrt, die für die 6B und 6C weit mehr als eine Unterbrechung des Schulalltags war.


