Vertretungskonzept

Am Gymnasium Großburgwedel können nicht alle Unterrichtsstunden durch die reguläre Lehrkraft erteilt werden. Zum Teil kommt es daher zu Unterrichtsausfall, zum Teil werden Stunden durch andere Lehrkräfte vertreten. Gründe hierfür können sein:

  • Teilnahme der Lehrkraft an schulischen Fahrten wie Exkursionen oder die Betreuung von Praktika,

  • Teilnahme der Lehrkraft an schulischen Veranstaltungen wie Methodentagen, Projekttagen, Bundesjugendspielen, Teilnahme an Wettbewerben oder Beratungstagen,

  • schulorganisatorische Gründe wie Klausuren oder Abiturprüfungen,

  • Beurlaubung aus dienstlichen Gründen zur Wahrnehmung dienstlicher Pflichten wie bei Fachleitern, Fachberatern, Referendarausbildung,

  • Fortbildungen von Lehrkräften,

  • Erkrankungen der Lehrkraft,

  • Beurlaubung aus politischen bzw. gewerkschaftlichen Gründen,

  • Beurlaubung aus persönlichen Gründen.

Das vorliegende Vertretungskonzept soll Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Berechenbarkeit für die Eltern, die Schülerinnen und Schüler und das Kollegium schaffen. Dazu sollen:

  1. die schulischen Rahmenbedingungen für Vertretungsunterricht und Unterrichtsausfall allen Beteiligten bekannt gegeben,

  2. die Qualität und Quantität des Vertretungsunterrichts gesichert,

  3. die Kommunikationsstrukturen mit den Elternvertretern besonders betroffener Klassen klar definiert,

  4. bei massivem Unterrichtsausfall in einer Klasse bzw. in einem Jahrgang eine gleichmäßige Verteilung angestrebt

  5. und eine ausgewogene Jahresbelastung der Kolleginnen und Kollegen angestrebt werden.

1. Skizzierung der schulischen Rahmenbedingungen für Vertretungsunterricht und Unterrichtsausfall

Die Unterrichtsstunden, die eine Lehrkraft nach der gültigen Arbeitszeitverordnung zu erteilen hat, sind in aller Regel durch die Unterrichtsverteilung voll ausgeschöpft. Freie Kapazitäten für Vertretungsunterricht gibt es folglich meist nicht. Dies bedeutet, dass der Vertretungsunterricht, der von einer Lehrkraft erteilt wird, Mehrarbeit darstellt. Es kann also durchaus vorkommen, dass für das Erteilen von Vertretungsunterricht regulärer Unterricht zu einem anderen Zeitpunkt und unter Umständen bei einer anderen Klasse ausfallen muss.

Vertretungsunterricht sollte folglich sowohl pädagogisch als auch fachlich möglichst ebenso sinnvoll sein wie regulärer Unterricht. Das ist dann am ehesten gegeben, wenn die personelle oder fachliche Kontinuität gewahrt wird, also die Vertretungslehrkraft die Klasse kennt oder zumindest das Fach unterrichtet. Da die Kollegen durch ihre eigenen Pläne gebunden sind, ist die Auswahl für einen passenden Vertretungslehrer zum Teil sehr eingeschränkt. Der Vertretungsunterricht muss zudem innerhalb des regulären Stundenplans organisiert werden und erfolgt zum Teil kurzfristig. Daher können die oben genannten Rahmenbedingungen der personellen und fachlichen Kontinuität im Alltag nicht immer gewährleistet werden. Besonders schwierig wird es bei gekoppelten Kursen, also bei Unterricht, der nicht klassen-, sondern kursweise erteilt wird. Ebenfalls besonders problematisch ist es, wenn für den Fachunterricht besondere Räume, wie ein Chemie-, Physik- oder Musikraum oder die Sporthalle benötigt wird oder besondere Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen sind (z.B. Unterricht in dem Fach Sport oder in den Naturwissenschaften).

2. Sicherung der Qualität und Quantität des Vertretungsunterrichts

Vertretungsunterricht ist Fachunterricht. Für die Jahrgänge 5 bis 9 schaffen die Eltern verbindlich ein durch die entsprechende Fachschaft ausgewähltes Lernheft an. Dieses verbleibt in der Schule (im Klassenschrank) und kann von den Schülerinnen und Schülern in Vertretungsstunden selbstständig bearbeitet werden. Selbstverständlich kann die eingesetzte Lehrkraft auch Unterricht in den eigenen Fächern erteilen. Die Fächer verteilen sich wie folgt auf die Jahrgänge:

Jahrgang 5Deutsch
Jahrgang 6Mathematik
Jahrgang 7Englisch
Jahrgang 82. Fremdsprache
Jahrgang 9Mathematik

Sollte die Abwesenheit einer Lehrkraft absehbar sein (Fahrten, Exkursionen etc.), so sorgt sie in der Regel dafür, dass die Schülerinnen und Schüler sinnvolle Aufgaben für den Vertretungsunterricht haben. Es ist Aufgabe der Schülerinnen und Schüler, das entsprechende Material in der Vertretungsstunde parat zu haben. Sollte der Unterricht ausfallen, so sind diese Aufgaben von den Schülerinnen und Schülern zu Hause zu erledigen.

Unter- und Mittelstufe:

Jede Klasse soll mindestens vier Stunden Unterricht pro Tag haben. Die Klassen der Jahrgänge 5 bis 6 haben grundsätzlich zur 1. Stunde, wenn der Stundenplan dies vorsieht. In diesen Jahrgangstufen fällt also frühmorgens grundsätzlich kein Unterricht aufgrund von Lehrerabsenzen aus.

Oberstufe:

Bei zeitlich begrenztem Unterrichtsausfall wird in der Oberstufe nicht vertreten. Wenn möglich, gibt die Lehrkraft über IServ sinnvolle Arbeitsaufträge. Die Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, die Aufgaben über IServ abzurufen. Bei längerfristigem Ausfall wird im Sinne der Vorbereitung auf das Abitur für eine sinnvolle Vertretung gesorgt.

3. Kommunikationsstrukturen

Ist absehbar, dass in einer Klasse oder einem Kurs der Fachunterricht länger als sechs Doppelstunden bei Langfächern (also drei Wochen) und vier Doppelstunden bei Kurzfächern (also vier Wochen) ausfällt, so setzt die Schulleitung die Elternvertreter (in der Qualifikationsphase: die Kurssprecher) davon schriftlich in Kenntnis und findet im Rahmen des Möglichen eine sinnvolle Vertretungslösung.

4. Gleichmäßige Verteilung

Ist absehbar, dass in einer Klasse oder in einem Kurs der Fachunterricht länger als sechs Doppelstunden (bei Langfächern: drei Wochen, bei Kurzfächern: sechs Wochen) ausfällt, so kann die Schulleitung Vertretungslehrkräfte dadurch für Vertretungsunterricht gewinnen, dass in anderen Jahrgängen bzw. anderen Klassen Unterricht ausfällt. Dabei wird darauf geachtet, dass die Lehrkraft das entsprechende Fach vertritt.