Arbeits- und Sozialverhalten

Die Gesamtkonferenz vom 17.07.2014 hat folgenden Kriterienkatalog zur Vergabe der Kopfnoten (Arbeits- und Sozialverhalten) verabschiedet:
Bei der Vergabe der Kopfnoten sind folgende Abgrenzungen maßgeblich:

Im Falle der Vergabe der beiden Bewertungen „entspricht den Erwartungen mit Einschränkungen“ und „entspricht nicht den Erwartungen“, also „d“ und „e“, muss eine Erläuterung gegeben werden. Diese ist positiv zu formulieren, also: „xx muss lernen, Konflikte friedlich zu lösen“ oder „xx muss seine Hausaufgaben regelmäßig und sorgfältig erledigen“. Dabei können die Kriterien Orientierung geben, lassen den Kolleginnen und Kollegen aber auch genügend Spielraum zur Ausübung ihrer pädagogischen Verantwortung.

Eine Bewertungsstufe ist begründet, wenn die Mehrzahl der nachfolgend beschriebenen Kriterien erfüllt ist oder einzelne Kriterien besonders deutlich ausgeprägt sind.

Arbeitsverhalten

Das Arbeitsverhalten verdient besondere Anerkennung, wenn die Schülerin bzw. der Schüler …

  • leistungsbereit ist und stets konzentriert mitarbeitet.

  • den Unterricht durch kreative Einfälle und sachbezogene Beiträge bereichert.

  • Arbeiten selbstständig durchführen und beenden kann.

  • stets konstruktiv mit Mitschülerinnen und Mitschülern zusammenarbeitet.

  • zum Wohle der Lerngruppe zusätzliche Aufgaben übernimmt.

  • Hausaufgaben immer mit besonderer Sorgfalt anfertigt.

Das Arbeitsverhalten entspricht den Erwartungen in besonderem Umfang, wenn die Schülerin bzw. der Schüler …

  • eine konstante Leistungsbereitschaft zeigt und konzentriert mitarbeitet.

  • sich lebhaft und interessiert am Unterricht beteiligt.

  • überschaubare Arbeitsschritte selbstständig durchführen und beenden kann.

  • gut mit Mitschülerinnen und Mitschülern zusammenarbeitet.

  • Hausaufgaben regelmäßig mit Sorgfalt anfertigt.

Das Arbeitsverhalten entspricht den Erwartungen, wenn die Schülerin bzw. der Schüler …

  • in der Regel Leistungsbereitschaft zeigt.

  • sich aktiv am Unterricht beteiligt.

  • kleinere Arbeitsschritte selbstständig durchführen und beenden kann.

  • Hausaufgaben regelmäßig anfertigt und meist seine Arbeitsmaterialien dabei hat.

  • in der Regel gut mit Mitschülerinnen und Mitschülern zusammenarbeitet.

Das Arbeitsverhalten entspricht den Erwartungen mit Einschränkungen, wenn die Schülerin bzw. der Schüler …

  • geringe Leistungsbereitschaft zeigt.

  • sich selten am Unterricht beteiligt.

  • auch kleinere Aufgaben nur zum Teil erledigt.

  • nur selten gut mit Mitschülerinnen und Mitschülern zusammenarbeitet.

  • Hausaufgaben nur unregelmäßig anfertigt und seine Arbeitsmaterialien häufig vergisst.

Das Arbeitsverhalten entspricht nicht den Erwartungen, wenn die Schülerin bzw. der Schüler …

  • deutlich zu geringe Leistungsbereitschaft zeigt.

  • sich nicht am Unterricht beteiligt bzw. die Mitarbeit verweigert.

  • auch kleinere Aufgaben nicht erledigt.

  • oberflächlich und nachlässig arbeitet.

  • nicht mit Mitschülerinnen und Mitschülern zusammenarbeitet.

  • ständig Hausaufgaben nicht anfertigt und seine Arbeitsmaterialien vergisst.

Sozialverhalten

Das Sozialverhalten verdient besondere Anerkennung, wenn die Schülerin bzw. der Schüler …

  • sich stets verlässlich an Regeln und Vereinbarungen hält.

  • sich anderen gegenüber reflektiert, einfühlsam und hilfsbereit zeigt.

  • das Schuleigentum und das Eigentum anderer pfleglich behandelt.

  • zum Lösen von Konflikten  maßgeblich beiträgt.

  • Verantwortung für die Gruppe bzw. die gemeinsame Sache übernimmt.

  • sich über den Unterricht hinaus für die Schulgemeinschaft engagiert.

Das Sozialverhalten entspricht den Erwartungen in vollem Umfang, wenn die Schülerin bzw. der Schüler …

  • sich verlässlich an Regeln und Vereinbarungen hält.

  • reflektiert, was das eigene Verhalten für andere bedeutet.

  • das Schuleigentum und das Eigentum anderer pfleglich behandelt.

  • sich anderen gegenüber hilfsbereit zeigt.

  • zum Lösen von Konflikten beiträgt.

Das Sozialverhalten entspricht den Erwartungen, wenn die Schülerin bzw. der Schüler …

  • sich weitgehend an Regeln und Vereinbarungen hält.

  • sich bemüht zu reflektieren, was das eigene Verhalten für andere bedeutet.

  • das Schuleigentum und das Eigentum anderer pfleglich behandelt.

  • sich anderen gegenüber hilfsbereit zeigt.

  • in der Regel respektvoll mit anderen der Schulgemeinschaft umgeht.

Das Sozialverhalten entspricht den Erwartungen mit Einschränkungen, wenn die Schülerin bzw. der Schüler …

  • sich nicht verlässlich an Regeln und Vereinbarungen hält.

  • zu wenig reflektiert, was das eigene Verhalten für andere bedeutet.

  • das Schuleigentum und das Eigentum anderer nicht pfleglich behandelt.

  • sich anderen gegenüber nur selten hilfsbereit zeigt.

  • zu verbalen oder körperlichen Ausfällen und Übergriffen gegenüber anderen neigt.

  • sich an Versuchen beteiligt, andere auszugrenzen.

Das Sozialverhalten entspricht nicht den Erwartungen, wenn die Schülerin bzw. der Schüler …

  • sich auch nach Ermahnungen nicht an Regeln und Vereinbarungen hält.

  • häufig ohne Rücksicht auf andere agiert.

  • sich anderen gegenüber nicht hilfsbereit zeigt.

  • das Schuleigentum und das Eigentum anderer mutwillig beschädigt bzw. beschädigt hat.

  • wiederholt gegenüber anderen verbal oder körperlich ausfällig geworden ist.

  • sich wiederholt und anhaltend an der Ausgrenzung anderer beteiligt hat.