2016 - Kurs 1: Afroamerikanische Literatur und Kultur – Von der Sklaverei bis zu den Bürgerrechten

(Sylvia Nowak)

In diesem Kurs beschäftigen wir uns mit afroamerikanischer Literatur und Kultur in den USA von den Anfängen zur Zeit der Sklaverei bis zur Gegenwart.Inhaltliche Aspekte des Kurses könnten u.a. sein: frühe literarische Texte von afroamerikanischen Autoren, die ersten „slave narratives“, sowie Texte von Abolitionisten im 19. Jahrhundert, die einen Einblick in die Lebensweise und Sprache der schwarzen Amerikaner zu jener Zeit geben. Wir lernen Vertreter sozialer Reformbewegungen kennen, die für gleiche politische Rechte für die schwarzen Amerikaner eintraten. Themen wie die Harlem Renaissance der 1920er-Jahre in New York, die ein neues Selbstbewusstsein afroamerikanischer Schriftsteller und Künstler (den „New Negro“) hervorbrachten, aber auch das kontroverse, auch von anderen Schriftstellern aufgegriffene Thema des „Sich-für-weiß-Ausgebens“ hellhäutiger schwarzer Amerikaner werden uns interessieren. Verschiedene Autoren zeichnen ein Bild der Afroamerikaner im 20. Jahrhundert; vor allem betrachten wir hier Aspekte wie Rassismus, Diskriminierung und Segregation und im Folgenden das schwarze „Civil Rights Movement“ und die Black-Power-Bewegung. Seit den 1970er-Jahren stehen vor allem Erfahrungen schwarzer Frauen im Fokus afroamerikanischen Literatur: die Unterdrückung der schwarzen Frauen, das erfolgreiche Aufbegehren schwarzer Frauen und ihr gewachsenes Selbstbewusstsein.Wir werden anhand verschiedenster Texte einen Überblick über die Geschichte und Kultur der Afroamerikaner gewinnen sowie Präsentationen und die Anfertigung der Facharbeit üben. Unterrichtssprache ist Deutsch, die Facharbeit kann jedoch nach Absprache auch in Englisch verfasst werden.

2016 - Kurs 2: Ausgewählte Themen aus Medizin, Naturwissenschaft und Technik

(Dieter Bielefeld)

Die Naturwissenschaften sind die Grundpfeiler der modernen Medizin. Sichere Diagnoseverfahren und vielfältige Behandlungsmethoden sind ohne technologische Unterstützung heute nicht mehr denkbar.
Wie funktioniert ein Computertomograph genau? Welche Möglichkeiten bieten die verschiedenen Laboruntersuchungen und wie funktionieren sie? Was können intelligente Hörgeräte leisten? Wie kann eine bestimmte Krankheit diagnostiziert und therapiert werden?
Solche und ähnliche Fragestellungen, die von den Schülerinnen und Schülern mit ausgewählt werden, können inhaltliche Schwerpunkte bilden, die im Seminarfach bearbeitet, dargestellt und diskutiert werden.

2016 - Kurs 3: Biologie und Gartenarchitektur

(Frauke Ilgner)

Das Seminarfach Biologie und Gartenarchitektur wird sich mit der Anlage eines Gartens unter Berücksichtigung biologischer, ökologischer und architektonischer Aspekte beschäftigen. Exkursionen im Laufe der Vegetationsperiode sollen die Recherche und das Entwickeln der eigenen kleinen Gartenanlage erleichtern. Die Gartenkonzepte sollen für unterschiedliche Bereiche auf dem Schulgelände unter Berücksichtigung der vorliegenden Umweltbedingungen entworfen werden. Voraussetzung ist, dass Sie Bodenproben entnehmen und auswerten und  die Sonnenexposition sowie weitere abiotische und biotische Faktoren mit einbeziehen.
In der dazugehörigen Facharbeit soll u. a. der jeweilige Gartengrundriss  mit der entsprechenden Bepflanzung angefertigt werden.
Die Gartenentwürfe können sowohl in Anlehnung an historische Epochen als auch unter Aspekten der Nachhaltigkeit geplant werden.
Nach der Beendigung der Facharbeit ist es gegebenenfalls möglich, eines der Gartenkonzepte auf dem Schulgelände mithilfe des Schulbiologiezentrums zu realisieren.ert werden.

2016 - Kurs 4: Geometrie - Mehr als 2000 Jahre alt und noch immer aktuell

(Torsten Kärst)

In diesem Seminar wird an ausgesuchten Beispielen aus der theoretischen und praktischen Geometrie ein Bogen von der Antike bis zum Weltraumzeitalter geschlagen. Dabei können Konstruktionen spezieller Figuren, künstlerische Aspekte wie der goldene Schnitt oder perspektivische Darstellungen, aber auch Vermessungstechniken, Grundlagen der Robotik oder das Orten mittels Satelliten behandelt werden. Ferner werden Theoreme sowohl in der klassischen Euklidischen Ebene als auch auf der Kugel thematisiert. Für Schülerinnen und Schüler, die sich für die didaktische und methodische Aufbereitung des Themas interessieren, kann ein Praxisversuch in einer Klasse der Schule realisiert werden.

2016 - Kurs 5: Kommunikation für Alltag, Schule und Beruf

(Dr. Anne Bosum-Dybus)

Ständig und überall kommunizieren wir. Meistens sind wir uns dessen aber gar nicht bewusst. Dies ist der Grund dafür, dass es oft zu Missverständnissen kommt. Um Kommunikation in verschiedenen Situationen gelingen zu lassen, braucht man Grundkenntnisse der Kommunikationspsychologie, Handwerkszeuge und sehr viel Übung. Dies alles soll im Rahmen des Seminarfachs vermittelt werden. Dabei werden die folgenden Themen bearbeitet:
Was ist eigentlich Kommunikation?
Körpersprache, Gestik, Mimik
Handwerkszeuge wie z.B. aktives Zuhören, Paraphrasieren,...
Kommunikationsmodelle (z.B. von Schulz von Thun, NLP,...)
Modetrends in der Kommunikation (z.B. Carnegie, Postman, Ratelband,...)
Eigenes Kommunikationsverhalten kennenlernen
Fremdes Kommunikationsverhalten einschätzen und angemessen darauf eingehen
Verbal kommunizieren: Gespräche strukturieren und leiten, Moderation, Rhetorik, Vorträge, mündliche Prüfungen
Schriftlich kommunizieren
Situativ kommunizieren: Menschenführung, Gruppenprozesse, Konfliktmanagement
Kommunikation in der Werbung
Bei der Bearbeitung der Inhalte wird großer Wert auf die Praxis gelegt. Das setzt Experimentierfreude, Spaß am Spielerischen, ein wenig Mut und die Bereitschaft, sich aktiv einzubringen, voraus.

2016 - Kurs 6: Megaevents und ihre Folgen

(Nicole Köhler)

Wie Südafrika, Sotschi, Deutschland und London waren auch viele weitere Länder und Städte Austragungsräume von Großveranstaltungen. Dabei wurde im Vorfeld nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Natur nachhaltig verändert.
Betrachtet man exemplarisch Brasilien, dann steht dieses Land für unberührte Strände und weitläufige tropische Regenwälder, aber auch für Kriminalität und Gewalt in den Favelas. Im diesjährigen Sommer stehen dort mit der Fußballweltmeisterschaft und den folgenden Olympischen Spielen 2016 zwei globale Megaevents an, die die Stadt nachhaltig verändern werden.
Die einen erhoffen sich einen wirtschaftlichen Aufschwung sowie einen Abbau der dort herrschenden Disparitäten, die anderen demonstrieren gegen die Eingriffe in das Ökosystem und eine massive Geldverschwendung der Regierung.
Die Schülerinnen und Schüler betrachten im Rahmen dieses Seminarfachs die raumverändernden Prozesse an selbst gewählten Schwerpunkten und bewerten die Veränderungen in Gesellschaft, Politik und Umwelt.

2016 - Kurs 7: Sport gestern und heute – Die Entwicklung von der Leibesübungskultur in der Antike zum Sport(-bild) der heutigen Zeit

(Sandra Nothdurft)

Anhand der geschichtlichen Entwicklung von der Leibeskultur und -erziehung zum Sport im heutigen Verständnis werden sich die Schülerinnen und Schüler mit den Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens auseinandersetzen. Eine Rolle wird auch die Entwicklung des „Frauensports“ im Gegensatz zum „Männersport“ spielen.
Thematische Schwerpunkte:

  • Leibesübungskultur in der Antike
  • Die Zirkusspiele der Römer
  • Olympische Spiele
  • Entwicklung des Begriffs „Sport“ im 19. Jahrhundert
  • Körperkultur im Übergang zum 20. Jahrhundert
  • Sport heute

Auch praktische Einheiten und ggf. eine Exkursion sind vorgesehen. Das heißt für alle Teilnehmenden, dass sie nicht nur Interesse an theoretischen Auseinandersetzungen mit dem Thema haben sollten, sondern auch Mut und Motivation für praktische/sportliche Erprobungen.

2016 - Kurs 8: Zwischen Ablehnung und Ausgrenzung, Ausrottung und Aussöhnung: Antisemitismus

(Matthias Heßbrüggen)

Die Ermordung der europäischen Juden während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft gilt als einmaliges und unvergleichbares Verbrechen in der Menschheitsgeschichte. Diese These vertritt die Geschichtswissenschaft heute, und auch die meisten Menschen dürften ihr zustimmen. Im Geschichtsunterricht haben viele Schülerinnen und Schüler jedoch oft nur wenig Interesse an der Beschäftigung mit diesem Thema, schließlich habe man dies schon oft genug behandelt und kenne das auch alles schon. Bei weiterer Behandlung stellt man jedoch bald fest, dass sich schnell mehr Fragen ergeben, als Antworten gefunden werden können.Dieser Seminarfachkurs möchte nicht hauptsächlich den Holocaust zwischen 1933 und 1945 ins Zentrum rücken, sondern sich dem Thema von zwei Seiten nähern: Antisemitismus ist keine Erfindung des Nationalsozialismus, sondern hat Wurzeln, die bis in die Antike zurückgehen. Auch ist er nicht immer mit Gewalt verbunden, sondern kennt auch andere Ausgrenzungsmöglichkeiten: Es gibt Antisemitismus in der Literatur, im Film, ja sogar in der Musik und Kunst. Diese Entwicklung soll im ersten Schwerpunkt untersucht werden. Im zweiten Schwerpunkt soll der Umgang mit dem Holocaust nach 1945 thematisiert werden, vor allem in Literatur, Film und Musik. Auch „moderner“ Antisemitismus (wie z.B. von Holocaustleugnern) kann untersucht werden, ebenso die Rolle des Holocaust im Verständnis des Staates Israel.Der Holocaust ist ein Thema, das man nie ganz „begreifen“ wird. In diesem Sinne versteht sich dieser Kurs nicht als Verlängerung des Geschichtsunterrichts, sondern will sich aus ganz verschiedenen Perspektiven diesem Thema nähern. Insofern ist auch eine breite Palette von Facharbeitsthemen denkbar. Möglich wäre in diesem Rahmen auch eine Gedenkstättenfahrt in das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz (Oświęcim).