Französisch, eine internationale Sprache

  • über 200 Millionen Menschen auf allen fünf Kontinenten sprechen Französisch: 115 Millionen Frankophone und 85 Millionen Französisch Lernende

  • die zweite gelernte Sprache nach Englisch.

  • Französisch ist Muttersprache auf den fünf Kontinenten

  • Französisch ist zugleich Arbeits- und Amtssprache in der UNO, der Europäischen Union, der UNESCO, der NATO, im Internationalen Olympischen Komitee, im Internationalen Roten Kreuz… sowie in mehreren internationalen Gerichtshöfen.

  • Französisch ist die Sprache der drei Städte, in denen die europäischen Institutionen ihren Sitz haben: Straßburg, Brüssel und Luxemburg.

(Quelle: http://www.institutfrancais.de/duesseldorf/enseignants-105/Formations-pour-professeurs/Warum-franzosisch-lernen/)

Aus dieser kurzen Übersicht leitet sich ab, warum es sich lohnt, Französisch zu lernen. Am Gymnasium Großburgwedel besteht die Möglichkeit dazu von der 6. Klasse bis zum Abitur und darüber hinaus in zusätzlichen Angeboten.

Kompetenzorientierter Unterricht

Der Französischunterricht ist, wie der moderne Fremdsprachenunterricht allgemein, kompetenzorientiert ausgerichtet und knüpft somit an die Erfahrungen an, die Schülerinnen und Schüler bereits im Englischunterricht gesammelt haben. Konkret bedeutet dies, dass neben dem Sprechen und Schreiben auch das Lesen und Hören geschult werden, d.h. neben den produktiven oder aktiven Kompetenzen haben auch die rezeptiven bzw. passiven Kompetenzen einen hohen Stellenwert.

 

Um diese Kompetenzen zu trainieren, werden die Lernenden im Unterricht dazu aufgefordert, auf Französisch zu handeln. So findet das Unterrichtsgeschehen weitgehend auf Französisch statt und es werden Situationen geschaffen, die realen Alltagssituationen nachempfunden sind, in denen Französisch benötigt wird, beispielsweise das Bestellen von Speisen in einem Restaurant oder der Kauf einer Fahrkarte am Schalter im Bahnhof.

Unterrichtsinhalte

Im Zentrum des Unterrichts steht immer das Individuum, um das sich alles dreht. In den unteren Jahrgängen werden deshalb zunächst Themenfelder erarbeitet, die die Lerner in die Lage versetzen, über sich selbst, ihr Zuhause, ihre Familie und ihre Freizeit Auskunft zu geben. Die Themen weiten sich dann immer mehr aus, es geht von der Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, Transportmitteln sowie kulturellen und sozialen Gegebenheiten zu den Lebensumständen in Frankreich und schließlich zum größeren globalen Kontext. Viele dieser Aspekte tauchen in den sieben Lernjahren bis zum Abitur immer wieder auf, damit sie vertiefend betrachtet und bewertet werden können.

Französisch in der Oberstufe

In der Qualifikationsphase wird der Kompetenzerwerb der Sek. I fortgesetzt, indem sich die Schüler mit komplexen Inhalten und Kommunikationssituationen auseinandersetzen. Dies geschieht mittels der für das jeweilige Zentralabitur verbindlichen Themen und den vorgegebenen Lektüren, Chansons, Comics oder Filmen. Die Inhalte sind sehr vielfältig und können einen historischen, politischen, sozialen oder kulturellen Schwerpunkt haben. Neben Klassikern stehen aber gerade in den letzten Jahren erfreulich häufig sehr aktuelle Texte auf dem Programm, was wesentlich zur Motivation der Schülerinnen und Schüler beiträgt.

Wahlmöglichkeiten

Am Gymnasium Großburgwedel ist Französisch neben Latein die zweite Pflichtfremdsprache ab Jahrgang 6. Diese zweite Fremdsprache muss bis zum Ende von Klasse 9 gelernt werden. Am Übergang zu Jahrgang 10 haben die Schülerinnen und Schüler zwei Möglichkeiten: entweder sie setzen Französisch mindestens ein weiteres Jahr fort oder sie wählen Französisch ab und belegen die letzten drei Jahre bis zum Abitur als neu beginnende Fremdsprache Spanisch.

Am Ende von Jahrgang 10 können die Schüler Französisch für weitere zwei Jahre anwählen, sie sind aber nicht mehr dazu verpflichtet. In der Qualifikationsphase wird Französisch sowohl auf grundlegendem als auch auf erhöhtem Niveau angeboten und kann als 1. bis 3. bzw. als 5. Prüfungsfach gewählt werden.

Materialien

Grundlage des Französischunterrichts in der Sek. I ist das Kerncurriculum von 2009 und in der Sek. II das KC von 2011. Sowohl für die Sek. I als auch für die Sek. II hat die Fachkonferenz Französisch schulinterne Arbeitspläne auf der Grundlage dieser KCs entwickelt, die am Ende eines jeden Schuljahres aktualisiert bzw. angepasst werden.

In den Lernjahren 1 bis 5 basieren die zu bearbeitenden Module auf dem eingeführten Lehrwerk. In Jahrgang 6 wird mit dem zum Schuljahr 2012/2013 neu eingeführten A plus! Nouvelle Edition von Cornelsen gearbeitet, in allen anderen Jahrgängen noch mit dem nun auslaufenden Werk Découvertes von Klett. In Absprache mit der jeweiligen Fachlehrerin schaffen sich die Lerngruppen zu dem Buch das entsprechende Arbeitsheft (Cahier bzw. Carnet d’activités) an.

Bewertung

In Jahrgang 6 werden fünf, in allen anderen Jahrgängen der Sek. I vier Klassenarbeiten geschrieben. In die Endnote fließen die schriftlichen Leistungen zu 40 % ein, die sonstigen Leistungen zu 60 % (Mitarbeit im Unterricht, Vokabeltests, Hausaufgaben, Referate etc.).

Zusatzangebote

Das Gymnasium Großburgwedel führt im zweijährigen Rhythmus mit Schülerinnen und Schülern aus Jahrgang 8 einen Austausch mit der Partnerschule in Domfront, dem Collège Jacques Prévert durch.

Interessierte Schülerinnen und Schüler können die DELF-AG besuchen, die sie auf die Prüfungen dieses Sprachenzertifikates vorbereitet.

Einige Schülerinnen und Schüler bzw. Lerngruppen haben auch erfolgreich am Einzel- oder Gruppenwettbewerb des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen (http://www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/) teilgenommen.

Ein weiteres Angebot für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ist die Teilnahme an dem literarischen Projekt des Prix des lycéens allemands (http://www.institutfrancais.de/prixdeslyceens/?lang=de).