Chemie

Bildungsbeitrag des Faches Chemie zur naturwissenschaftlichen Grundbildung:

Der spezifische Beitrag, den das Fach Chemie zur naturwissenschaftlichen Grundbildung leistet, besteht im Wesentlichen in der experimentellen und gedanklichen Auseinandersetzung mit der stofflichen Welt. Dabei soll die Faszination, die von der Chemie ausgeht, genutzt werden. Die Bedeutung der Wissenschaft Chemie erschließt sich durch die lebensweltlichen Bezüge, in denen chemische Probleme erkannt und gelöst werden. Der besondere Charakter des Faches liegt im experimentellen Vorgehen, der Arbeit mit Modellen sowie dem gedanklichen Wechsel zwischen Stoff- und Teilchenebene.

Kerncurriculum für das Gymnasium Schuljahrgänge 5-10 Naturwissenschaften, Niedersächsisches Kultusministerium 2007 (Seite 48)

Das Unterrichtsfach Chemie am Gymnasium Großburgwedel

Im Sinne dieses Auszugs aus dem Kerncurriculum findet der Chemieunterricht am Gymnasium Großburgwedel statt:

Der chemische Anfangsunterricht ist gekennzeichnet von Sicherheitsaspekten. Grundsätzliche Arbeitsmethoden, wie der Umgang mit dem Gasbrenner, werden zu Beginn des Chemieunterrichts eingeübt. Die Eigenschaften von Stoffen, deren Aggregatzustände und sich daraus ergebende Verwendungsmöglichkeiten, bzw. Trennverfahren sind Thema des Unterrichts im Jahrgang 6.

In den Jahrgängen 7 und 8 werden erste Modellvorstellungen eingeführt und verschiedene Nachweisreaktionen für Stoffe behandelt. Der Zusammenhang Stoff-Struktur gewinnt zunehmend an Bedeutung. Schließlich wird die chemische Reaktion mit ihren typischen Kennzeichen betrachtet. Als Beispiele werden hier Verbrennungsprozesse herangezogen und die chemischen Reaktionen werden auf der Teilchenebene gedeutet. Das Denken in Stoffkreisläufen wird geübt. Gegen Ende des 8. Jahrgangs werden erste quantitative Überlegungen angestellt.

Diese quantitativen Betrachtungen werden zu Beginn des Jahrgangs 9 bei der Einführung der Stoffmengeneinheit mol weitergeführt. Daran schließen sich Untersuchungen zu den verschiedenen Elementfamilien des Periodensystems an. Der Wechsel zwischen der Stoff-Teilchenebene erfolgt immer häufiger, da die Ionen- und Atombindung eingeführt werden. Die Arbeit mit Modellen ist hier wesentlich. Mit dem Übergang in Klasse 10 werden alle Bindungstypen (Ionen-, Atom-Bindung, Wasserstoffbrückenbindung und Van-der-Waals-Kräfte) behandelt. In Klasse 10 wird das bisher gesammelte Wissen im Bereich Säure-Base-Chemie und einer Einführung in die organische Chemie angewandt und vertieft.

Ausführlicher und mit stärkerem quantitativem Hintergrund wird in der Qualifikationsphase das Thema Säure-Base-Chemie unter dem Donator-Akzeptor-Prinzip nochmals aufgegriffen. Das Donator-Akzeptor-Prinzip wird auch auf die Elektrochemie übertragen. Energetische Aspekte werden ebenso betrachtet wie kinetische. Das chemische Gleichgewicht wird eingeführt. Struktur-Eigenschafts-Beziehungen werden besonders im Bereich der organischen Chemie behandelt. Es wird generell Wert auf die Chemie im Alltag gelegt, so dass zahlreiche Anwendungsbeispiele zu den oben genannten Themen herangezogen werden.

Der Unterricht erfolgt konsequent an den gültigen Kerncurricula orientiert, diese konkretisieren die Einheitlichen Prüfungsanforderungen (EPA) für die Abiturprüfung. Jeder Jahrgang der Qualifikationsphase wird zielgerichtet auf das jeweilige Zentralabitur vorbereitet.

Eingeführte Lehrwerke

In der 6. Klasse nutzen die Schüler das Buch Impulse Physik/Chemie 5/6 aus dem Klett-Verlag sowohl im Physik- als auch im Chemieunterricht. Die Klassen 7 bis 10 arbeiten mit dem Buch Elemente I aus dem Klett-Verlag. Daran schließt sich konsequent das Buch Elemente II für die Qualifikationsphase an.

Zusätzlich wird ab Klasse 9 die im Mathematik- und Physikunterricht genutzte Formelsammlung aus dem Paetec-Verlag benötigt. Besonderes Anliegen der Fachgruppe Chemie bei der Auswahl der Schulbücher ist es, dass in den Büchern alle Inhalte des Kerncurriculums zu finden sind, damit jede Schülerin/jeder Schüler den Unterrichtsstoff zu Hause in Ruhe nachvollziehen kann.

Stundentafel

Zur Zeit wird Chemie in den Jahrgängen 6, 7 und 8 epochal mit zwei Wochenstunden unterrichtet. Die Klassen 9 und 10 haben das ganze Schuljahr Chemie mit jeweils zwei Wochenstunden.

Für naturwissenschaftlich Interessierte Schülerinnen und Schüler besteht die Möglichkeit den Wahlpflichtbereich entsprechend zu wählen; damit haben diese Schülerinnen und Schüler in Klasse 9 zusätzlichen Chemieunterricht.

In der Qualifikationsphase kann das Fach Chemie in der Regel auf grundständigem oder erhöhtem Niveau belegt werden.

Räumliche Ausstattung

Das Gymnasium Großburgwedel verfügt über zwei Chemieräume mit Gasanschlüssen. Beide Räume haben einen Abzug. Der Chemieraum 2 ist mit einem Smartboard ausgestattet. Ein kleiner Praktikumsraum bietet sich für Facharbeiten oder praktische Arbeiten in der Qualifikationsphase an.

Sicherheit

Der Sicherheitsaspekt wird in der Chemie ganz besonders berücksichtigt. Er wird wiederkehrend im Unterricht behandelt. Die Sicherheitsbeauftragte Frau Tempelmeier kümmert sich hervorragend um alle diesbezüglichen Belange. Die Ausstattung der Räume mit Feuerlöschern, Löschdecken und Augenduschen wird ebenso wie die Funktion der Gasanlage und der Abzüge regelmäßig überprüft.