Religion

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Ein Thema aus Klasse 5

Religiöse Kleidung und Gegenstände im Judentum

Im Judentum gibt es wie in jeder Religion typische Kleidungsstücke für bestimmte Anlässe. Kleiderregeln für den Alltag haben nur strenggläubige Juden. In der Synagoge, dem Gebetshaus der Juden, trägt jeder Mann eine kleine Kappe auf dem Kopf. Sie heißt Kippa und ist ein Zeichen der Ehrfurcht vor Gott. Auch im Alltag setzen viele Juden die Kippa auf. Sie wurde erst lange nach der Überlieferung der Tora eingeführt. Zum Morgengebet ziehen Juden einen weißen Gebetsmantel über und binden sich den Gebetsriemen um. Das Gewand heißt Tallit. An ihm sind kleine Fäden befestigt, die Zizit. Die Gebetsriemen heißen Tefillin. Jeder fromme Jude besitzt zwei davon. Einen bindet er zum Gebet um den Kopf, den anderen um einen Arm. Eine wichtige Schrift für die Juden ist die Tora. Sie ist einer von drei Teilen der jüdischen Bibel. Das hebräische Wort bedeutet Lehre oder Gesetz. Jede Gemeinde besitzt eine Tora. Sie ist auf Rollen geschrieben, die aus Rindshäuten bestehen. Es existiert eine Vorschrift, die besagt, dass alle Torarollen mit der Hand und mit Tinte beschrieben sein müssen. Da diese Rolle wie ein Schatz angesehen werden, gibt es sogar einen eigenen Schrank, den Tora-Schrein. Wenn aus einer Tora gelesen wird, so darf man die geschriebenen Zeilen nicht mit der bloßen Hand berühren. Deshalb benutzen die Juden einen Zeigestab, den Jad, um bei der Toralesung auf die entsprechende Zeile zu deuten. Ein wichtiger Gegenstand und ein wichtiges Zeichen für Juden sind die Menora und der Davidstern. Die Menora heißt übersetzt Leuchter. Oft ist mit diesem hebräischen Wort ein siebenarmiger Leuchter gemeint. Ein solcher Leuchter soll den Tempel in Jerusalem erhellt haben. Er stellte die Anwesenheit Gottes dar, denn für Juden ist Gott das Licht. Die Menora ist ein sehr altes jüdisches Symbol und steht sogar im Staatswappen Israels.

Eine Besonderheit im Judentum ist der Davidstern. Er war nicht immer das Symbol des Judentums. Der sechszackige Stern heißt auch Hexagramm und es gab ihn schon im antiken Griechenland. Im 15. Jahrhundert entwickelte sich in Prag der Davidstern immer mehr zum jüdischen Zeichen. Synagogen wurden mit ihm gekennzeichnet, um sie von Kirchen besser unterscheiden zu können. Ende des 19. Jahrhunderts bekam der Davidstern eine politische Bedeutung. Er ist heute in der Flagge Israels zu finden.

Wer einmal Israel besucht, wird am Pfosten der Haus- oder Wohnungstüren vieler Juden eine Kapsel entdecken. Sie heißt Mesusa und beinhaltet eine ganz kleine Schriftrolle, auf der der Anfang eines der wichtigsten jüdischen Gebete steht. Die Mesusa erinnert viele Juden immer an Gottes Gebote. Wenn sie daran vorbeigehen, berühren sie die Mesusa oft und sprechen leise ein kurzes Gebet.

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