Deutsch-deutsches Treffen in Thüringen

Fahrt ins Grenzlandmuseum Eichsfeld

Grenzlandmuseum Teistungen - Erinnerung an die deutsche Teilung

Grenzlandmuseum Teistungen - Erinnerung an die deutsche Teilung

Schülerinnen und Schüler aus Burgwedel und Altenburg (Thüringen) treffen sich in Teistungen

Schülerinnen und Schüler aus Burgwedel und Altenburg (Thüringen) treffen sich in Teistungen

Vom 29. bis 30. Juni nutzten Schülerinnen und Schüler unseres 11. Jahrgangs die Möglichkeit, zum Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen zu fahren. Nachdem die Konrad-Adenauer-Stiftung bereits im letzten Jahr eine Fahrt ins Thüringer Museum angeboten hatte, waren nun erneut 25 Jugendliche aus Altenburg (Thüringen) und 30 Jugendliche unserer Schule dabei.

Begleitet von Frau Diedrich und Herrn Vosberg erreichten wir am Vormittag das Museum, wo nach einer Begrüßung ein Podiumsgespräch zu dem Thema „Politisches Engagement ‚Jugend in den Wendejahren und heute‘“ stattfand. Im Anschluss an das Mittagessen lernten wir unsere jeweiligen Workshop-Gruppen kennen, wobei vor allem der Kontakt zwischen den Thüringern und uns entstehen sollte. Im Vordergrund standen dabei die Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zwischen Ost und West. Anschließend bekamen wir eine Führung an den ehemaligen DDR-Grenzanlagen sowie durch die Ausstellung des Museums. Diese Anlagen vor Ort zu sehen und weitere Erzählungen über die damalige Zeit zu hören, war eindrücklicher als es ein Geschichtsbuch vermitteln kann.

Der Tag wurde mit einem Zeitzeugengespräch abgeschlossen. Ursula Apel wuchs an der Grenze auf und wohnt nach wie vor in Teistungen. Sie erzählte viel über die Erlebnisse aus ihrer Kinder- und Jugendzeit, welche für sie sehr prägend waren und bis heute von Bedeutung sind. Umso wichtiger ist es ihr, die Erfahrungen von damals an unsere Generation weiterzugeben, damit diese nicht in Vergessenheit geraten.

Nach dem Abendessen in der Unterkunft konnten wir den Abend frei ausklingen lassen, wie zum Beispiel im Austausch mit den Thüringern oder auch beim Beachvolleyball spielen.

Der nächste Tag startete mit einem Frühstück und der anschließenden Fahrt zurück zum Grenzlandmuseum. Vor Ort kamen wir in den verschiedenen, von uns im Vorfeld gewählten, Workshops zusammen. Zur Wahl standen „Die Demos im Herbst und Winter 1989“, „Wie Jugendliche die DDR verändern wollten“, ein Theaterworkshop und ein Gespräch mit den Zeitzeugen Nadja Klier und Ingo Hasselbach.

In den Workshops zu der Jugend und dem Herbst ‘89 wurden Plakate bzw. eine Präsentation erarbeitet, während es bei Nadja Klier und Ingo Hasselbach mehr um den persönlichen Austausch über ihre Erlebnisse ging. Am Nachmittag haben die Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum zusammengetragen. Die Theatergruppe hat dabei auch ihr erarbeitetes Stück gezeigt. Abschließende Worte wurden durch Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung, des Grenzlandmuseums und der örtlichen Politik gesprochen, bevor wir die Heimreise antraten. Insgesamt waren es zwei interessante und lehrreiche Tage, aus denen wir viel mitnehmen konnten.
Die Zeit der DDR ist ein wichtiger Teil unserer Geschichte und darf nicht verdrängt werden.