Schüleraustausch mit Domfront 2022

Lang ersehntes Wiedersehen in Frankreich

Ein bisschen wie Urlaub: Der Strand von Ouistreham.

Ein bisschen wie Urlaub: Der Strand von Ouistreham.

Mit Mountainbikes wurde der Fernradweg auf der ehemaligen Bahnstrecke getestet.

Mit Mountainbikes wurde der Fernradweg auf der ehemaligen Bahnstrecke getestet.

Croissants, Pain au chocolat (Schokocroissants) und Brioche – unsere französische Partnerschule hatte ordentlich aufgetischt, als wir am ersten Schultag in Domfront empfangen wurden. Dieser kulinarische Auftakt in unsere Austauschwoche war vielversprechend, und tatsächlich konnten die Programmpunkte an den folgenden Tagen ebenso mithalten. Es gab jeden Tag eine Besonderheit, sodass unsere Gruppe sehr viel Zeit mit den Austauschpartnern verbringen, viele Eindrücke sammeln und ganz nebenbei in die Sprache eintauchen konnte.

Domfront ist die Partnerstadt von Großburwedel in der Normandie. Der Kontakt zu unserer Partnerschule Collège Jacques Prévert besteht bereits seit 1993, die zum Lycée Auguste Chevalier seit 2014. Alle zwei Jahre findet eine Begegnung statt, in diesem Jahr mit 20 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 8 bis 10. Alle waren in Gastfamilien untergebracht, sodass sie das Alltagsleben ihrer Austauschpartner, der „corres“, unmittelbar erleben konnten. Dabei wurden einige Unterschiede festgestellt.

Zum Beispiel begleiteten die deutschen Schüler ihre „corres“ in den Unterricht und kamen letztlich zu dem Schluss, dass ihnen die Schule in Deutschland besser gefällt: Die französischen Kinder müssen nämlich bis 17 Uhr in der Schule sein. Umso schöner war es, dass wir nicht jeden Tag in der Schule bleiben mussten, sondern abwechslungsreiche Ausflüge machen konnten: nach Caen und an den Strand von Ouistreham, mit Mountainbikes durch die schöne Landschaft um Domfront und in den Kurort Bagnoles de l’Orne. Dort ging es auch in einen Hochseilgarten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Anfangs waren viele nervös und unsicher angesichts der Höhe. Aber am Ende konnten alle stolz sein, dass sie sich den Herausforderungen gestellt und gemeinsam ihre Höhenangst besiegt haben.

Bereits drei Wochen vorher waren die Franzosen in Großburgwedel zu Besuch gewesen. Sie haben ähnlich schöne Erlebnisse gemacht und neben der Schule auch Hannover und Goslar kennengelernt. Das Programm für unsere französischen Gäste konnte dank der großzügigen finanziellen Unterstützung des Fördervereins des Gymnasiums Großburgwedel durchgeführt werden. Dazu zählt auch der Besuch des Weltkulturerbes Rammelsberg. Der wird bestimmt allen in guter Erinnerung bleiben – und nicht nur, weil man bei der Fahrt in den Stollen einen Schutzhelm tragen muss.