Mittlerposition zwischen Schülerinnen und Schülern und Kollegium

Sabine Grüne geht in den Ruhestand

Erstellt von Robert Baberske | | PersonenSchuljahr 2021/22
Foto: Verlässt ihren Arbeitsplatz in der Bibliothek: Sabine Grüne geht in den Ruhestand

Verlässt ihren Arbeitsplatz in der Bibliothek: Sabine Grüne geht in den Ruhestand

Sabine Grüne geht Ende März 2021 in den Ruhestand und beendet ihre Tätigkeit als Schulassistentin am Gymnasium Großburgwedel nach fast 24 Jahren. Im Juli 1997 startete sie zunächst als Angestellte der Stadt Burgwedel, ein Jahr später konnte sie dann über das Land Niedersachsen fest eingestellt werden. Die gelernte Biologisch-Technische Assistentin kümmerte sich im Rahmen ihrer vielfältigen Aufgabengebiete in den verschiedensten Bereichen des Schullebens um den reibungslosen Ablauf und darüber hinaus um das „gewisse Flair“ an der Schule.

Zu Frau Grünes Tätigkeitsbereichen gehörte die Betreuung der Bibliothek samt Inventarisierung und Pflege des Bestandes. Darin eingeschlossen war für sie selbstverständlich die Beratung von Generationen von Schülerinnen und Schülern, die für Referate und Seminarfacharbeiten Literatur sichten wollten. In der Bibliothek befand sich daher auch der zentrale Arbeitsplatz Frau Grünes, dort war sie anzutreffen und ansprechbar für die vielen kleinen und großen Anfragen und Anliegen. Sie initiierte die Einrichtung von PC-Arbeitsplätzen für Schülerinnen und Schüler in der Bibliothek.

Einen großen Anteil an ihrer Arbeit nahm auch die immer weiter zunehmende Beschaffung, Pflege und Ausgabe von Unterrichtsmedien ein, die in den letzten Jahren immer mehr in den unterrichtlichen Alltag Einzug hielten. Zuletzt kamen dabei elektronische Wörterbücher, Tablets für die Schülerinnen und Schüler im Distanzlernen und sogar CO2-Ampeln hinzu. An alle Neuerungen ist Frau Grüne unvoreingenommen und tatkräftig herangegangen und hat so viel für die Schulgemeinschaft möglich gemacht.
Natürlich gehörte auch die Betreuung der Kopierer zu ihrem Arbeitsgebiet, die Materialbeschaffung unterstützte sie wo nötig. Das galt ebenso für die naturwissenschaftlichen Fachsammlungen wie für die Kunst, wo Frau Grüne unter anderem Vitrinen für die Ergebnisse aus dem Unterricht beschaffte. Im administrativen Bereich war Frau Grüne für die Ausführung der Schulgirokontenüberweisungen tätig. Der große Bereich der Schulbuchausleihe wurde von ihr verantwortet, sie sorgte für die Bereitstellung der Lehrmittel zu Beginn des Schuljahres und für das Einsammeln am Ende. Und für unendlich viele „Kleinigkeiten“ dazwischen.

Ganz besonders war Frau Grüne in die Durchführung des Abiturs eingebunden: Von der Vorbereitung der Aula für die schriftlichen Prüfungen bis hin zur Organisation der Abiturentlassungsfeiern war sie im Hintergrund, aber mit größter Akkuratesse und dem Blick für das Ästhetische tätig, sodass dieses Herzstück des schulischen Arbeitens besonders zur Geltung kam und sicher durchgeführt werden konnte. Nicht zuletzt zeigte sich das in Blumenarrangements, die den verschiedenen Veranstaltungen besonderen Schmuck verliehen. Nicht vergessen werden dürfen die musikalischen Veranstaltungen, die Tage der offenen Tür sowie die Anmeldetage für den neuen 5. Jahrgang, bei denen Frau Grüne mitwirkte. Sogar auf Klassenfahrten fuhr Frau Grüne als Aufsichtsperson mit.

Als besonders positive Begleiterscheinung ihrer Zeit am Gymnasium Großburgwedel beschreibt Frau Grüne die Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz in gewisser Weise selbst ausgestalten zu können. „Es gab eine gute Passung zwischen Anforderungsprofil und eigenen Fähigkeiten“. Und in der Tat: Das musische Talent Frau Grünes, ihre Fachkenntnisse aus dem Studiengang Werbegrafik und Design und ihre Persönlichkeit konnte sie zum beiderseitigen Vorteil einbringen.

Vom Blick für das Ästhetische war ja schon die Rede. Dazu gesellten sich aber zahlreiche weitere Aktivitäten Frau Grünes in verschiedenen Bereichen. Viele grafische Darstellungen und Plakate sind von ihr entworfen und schaffen ein freundliches und angenehmes Klima, selbst wenn sie eine Beschränkung zum Inhalt haben. Sie hat die Weihnachtskarten der Schule entworfen, die, an viele Partnerinnen und Partner der Schule versandt, immer auch eine Visitenkarte des Gymnasiums waren. Frau Grüne spielte selbst bei musikalischen Veranstaltungen zum Beispiel in der Bigband mit. Der für viele aber wohl am nachhaltigsten in Erinnerung gebliebene Bereich ist der der Theateraufführungen. An der Seite ihres Mannes und unter Mitwirkung der ganzen Familie wurden immer größere Aufführungen ins Werk gesetzt, die zu einem kulturellen Highlight der Stadt Burgwedel avancierten. Dabei waren Frau Grünes Talente vielfältig gefragt. Sie erstellte Plakate, Programmhefte und widmete sich der Herstellung diverser Kostüme. Frau Grüne arbeitete sowohl in der Maske als auch bei der Herstellung der Kulisse, dabei immer ihrem Charakter entsprechend im Hintergrund, aber mit dem Auge für die Details. Insofern prägte sie ganz entscheidend den Gesamteindruck des Gymnasiums Großburgwedel mit.

Und auch das darf nicht unerwähnt bleiben: Dem Förderverein der Schule stand Frau Grüne 10 Jahre lang als Schatzmeisterin zur Verfügung und sie betreute die Aquarien in der Eingangshalle der Schule.

Menschen, die lange Zeit mit ihr zusammengearbeitet haben, sagen über Frau Grüne, sie sei das „fleißige Bienchen“, das immer, wenn man etwas brauchte, die gewünschte Sache hatte oder zu besorgen wusste. Zu Höchstform lief nach übereinstimmender Meinung Frau Grüne bei den schon erwähnten Großereignissen „Abitur“ und „Theater“ auf. Alles war immer 1A organisiert.

Frau Grüne selbst sah sich von Anfang an in der Mittlerrolle zwischen Lernenden und Lehrenden. So konnte sie den Schülerinnen und Schüler helfen, teilweise auch privat, und auch gelegentlich mit ihnen schimpfen, ohne Lehrkraft zu sein und so im Bereich der Notengebung agieren zu müssen. Als besonders schön hat Frau Grüne die Theateraufführungen als Familienereignis im Gedächtnis, das die ganze Familie zusammengeschweißt hat. Ihr hat es vom ersten Tag an Spaß gemacht, die Schulassistentin am Gymnasium Großburgwedel zu sein.

Das hat man gemerkt und das wird man noch merken, wenn Frau Grüne nicht mehr jeden Morgen da ist. Mit ihr geht jemand, der nie auf Effekthascherei aus war, sondern im Hintergrund gewirkt hat, das aber nachhaltig. Wir werden ihr freundliches Wesen, ihre Unaufgeregtheit, aber auch ihre klare und kritische Beobachtungsgabe und ihren Sinn für Gerechtigkeit in bester Erinnerung behalten.

Alles Gute für Sie, liebe Frau Grüne – und tiefempfundenen Dank!

Für die Schulgemeinschaft, Robert Baberske