Regelungen zur Organisation der Schuljahrgänge 1-10

Informationen an die Schulgemeinschaft zur Umsetzung des Erlasses

Erstellt von Robert Baberske | |   CoronaSchuljahr 2021/22

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, sehr geehrte Damen und Herren!

Da wir pandemiebedingt leider unter Umständen noch länger im sogenannten Distanzlernen bleiben werden, möchten wir Sie hiermit über entsprechende Anpassungen informieren, die unsere Darstellung zur Ausgestaltung des Distanzlernens aus dem Februar ergänzen und die Regelungen des Erlasses zur Organisation der Schuljahrgänge 1-1o einbeziehen. Diese Regelungen gelten explizit für die Sekundarstufe I, nicht für die Einführungs- und Qualifikationsphase.

Der Erlass betont, dass das Lernen in Distanz das Präsenzlernen „nicht gleichwertig und vollumfänglich“ (S. 1) ersetzen kann. Damit drückt sich die Erkenntnis aus, dass das Distanzlernen die Lehrenden und Lernenden vor erhebliche Herausforderungen stellt und dennoch die Erwartung, die an diese Lehr- und Lernform gestellt werden, nie den Qualitäten von Präsenzunterricht vollständig entsprechen kann. Dies muss in der Erwartungshaltung, aber auch in der Ausgestaltung des Distanzlernens berücksichtigt werden.

Die Herausforderung für die Lernenden liegt vor allem in der Notwendigkeit der Selbstorganisation, was aber andersherum auch wieder eine große Chance für viele Lernende darstellen kann. Anderen Schülerinnen und Schülern hingegen fehlen der strukturierte Schultag und der direkte Kontakt zur Schule. Die Beziehungsarbeit der Lehrenden bzw. der Schule und der Lernenden hat eine hohe Bedeutung, insbesondere angesichts der nun schon langen Dauer des Distanzlernens.

Aus diesen Vorüberlegungen ergeben sich folgende Regelungen für das Gymnasium Großburgwedel:

A. Organisation des Distanzlernens

A.1 Im Szenario C

Das seit langer Zeit praktizierte aufgabengestützte Format stellt weiterhin die Basis des Distanzlernens dar. Die Schülerinnen und Schüler erhalten i.d.R. wöchentlich Aufgaben in ihren Fächern über das Aufgabenmodul in IServ und haben dann entsprechend Zeit, diese Aufgaben zu bearbeiten. Die Lehrenden stehen für Fragen und Beratung über IServ zur Verfügung und geben regelmäßig Rückmeldung.

Um die Beziehungsarbeit weiterhin zu stärken und zu ritualisieren, werden neben diesen bewährten asynchronen Lernformaten auch synchrone eingesetzt.

Als synchrone Lernformate bei IServ können dabei sein:

  • Videokonferenzen mit Ton und ggf. Bild
  • Videokonferenzen-Chat
  • Messenger
  • ggf. telefonische Rücksprache mit einzelnen Schülerinnen und Schülern

In diesem Zusammenhang ist wichtig zu erwähnen, dass es nach Auskunft der RLSB-H dabei bleibt, dass die Übertragung von Bild und/oder Ton in Videokonferenzen weder für Lehrkräfte noch für Schülerinnen und Schüler verpflichtend ist. Die Teilnahme selbst wird aber von jeder Schülerinnen und jedem Schüler erwartet (sofern technisch möglich), es kann auch eine Kommunikation über den Chat eingefordert werden. Bitte entschuldigen Sie die Abwesenheit von einer Videokonferenz beim Fachlehrer, eine Mail genügt.

Unter dieser Voraussetzung wird folgendermaßen verfahren:

  • In jeder Lerngruppe werden i.d.R. pro Woche mindestens fünf synchrone Lernformate angeboten, nach Möglichkeit gleichmäßig verteilt auf die einzelnen Wochentage.
  • Aufgrund unseres Fachlehrerprinzips sind diese Angebote über den ganzen Schultag verteilt, damit jedes Fach vertreten sein kann.
  • Die Koordination der Termine erfolgt über den Klassenkalender bei IServ, so dass die Termine für die Schülerinnen und Schüler einsehbar sind. Die Termine werden i.d.R. bis zum Freitag der Vorwoche, 16 Uhr, eingetragen.
  • Der Stundenplan der Klasse bleibt als Orientierungspunkt und Organisationshilfe des Distanzlernens bestehen, die Termine für die synchronen Angebote orientieren sich also am Stundenplan.
  • Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer bauen in ihre synchronen Angebote einmal in der Woche Elemente der Verfügungsstunde ein oder bieten eine gesonderte Verfügungsstunde an.

Sollte das Szenario C auch noch nach den Osterferien gelten, ist der Jg. 13 zwar nicht mehr in Präsenz zu unterrichten, gleichwohl ist die Durchführung der schriftlichen Abiturprüfungen unter den strengen Hygieneauflagen deutlich personalintensiver als sonst. Lehrkräfte, die während der schriftlichen Abiturprüfung Aufgaben in der Schule wahrnehmen, stehen für synchrone Formate nicht zur Verfügung.

A.2 Im Szenario B

Die o.g. Vorgaben zum Distanzlernen können im Szenario B nicht realisiert werden, weil alle Lehrkräfte entsprechend ihre Lerngruppen in Präsenz unterrichten und daher für synchrone Formate für die andere Gruppe nicht zeitgleich zur Verfügung stehen können. Die Bandbreite für eine digitale Übertragung des Unterrichts ist nicht gegeben. Daher wird das Distanzlernen im Szenario B in bewährter Form so gestaltet, dass die Aufgaben aus dem Präsenzunterricht erwachsen und anschließend im Präsenzunterricht besprochen werden und hier auch die Rückmeldung erfolgt.

B. Leistungsbewertung und Notenfeststellung

B.1. Leistungsbewertung im Distanzlernen, Klassenarbeiten

In Abgrenzung zu Hausaufgaben im Präsenzunterricht sollen mündliche und fachspezifische Leistungen, die im Distanzlernen zu Hause erkennbar selbstständig erbracht worden sind, bewertet werden.

Laut Erlass ist in diesem Schulhalbjahr nur noch eine Klassenarbeit pro Fach zu schreiben, die im Präsenzunterricht anzufertigen ist. Alternativ kann eine Fachlehrkraft auch entscheiden, eine Ersatzleistung anfertigen zu lassen, die sowohl im Präsenz- als auch im Distanzlernen erbracht werden kann. Die Gewichtung der Klassenarbeit oder Ersatzleistung darf 30% der Gesamtnote nicht unterschreiten. Selbstverständlich gilt auch in diesem Zusammenhang, dass die besondere Situation der Schülerinnen und Schüler hier berücksichtigt werden muss.

B.2 Vorläufige Noten zum 17.05.

Mit dem neuen Erlass sind wir gehalten, bis zum 17.05. 2021 vorläufige Gesamtnoten zu dokumentieren, die den Leistungsstand bis zu diesem Zeitpunkt darstellen. Bei der Notengebung sind aktuellen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen und zwar im Sinne der Schülerinnen und Schüle. Alle Regelungen in der Schule werden in diesem Licht getroffen und kommuniziert. Den Schülerinnen und Schülern wird auf Wunsch die Möglichkeit eröffnet, die Gesamtnote durch eine geeignete freiwillige Leistung zu verbessern. Diese Einzelleistung muss aber in Relation zu der gesamten Leistung des Schuljahres gesehen werden. Sie hat also ein vergleichbar geringes Gewicht für die Gesamtnote, eine Beratung durch die Fachlehrkraft ist daher vorab geboten.

Wir hoffen nach wie vor sehr, dass wir endlich bald wieder in Präsenz mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten dürfen. Bis dahin wünschen wir Ihnen und Ihren Kindern ein wenig Zeit zum Durchatmen in den Osterferien sowie vor allem Gesundheit.

Robert Baberske, Schulleiter