„Tand, Tand/ Ist das Gebilde von Menschenhand!“

Weihnachtskonzert im Fontanejahr

Erstellt von Johannes Grüne | |   Feste & FeiernSchuljahr 2019/20Musik
Die Brück’ am Tay: Johnny und seine Mannschaft kämpfen gegen Hexen und Naturgewalten

Johnny und seine Mannschaft kämpfen gegen Hexen und Naturgewalten

Die Bläserklasse 5 "Music Band'its" hat ihren ersten Auftritt.

Die Bläserklasse 5 "Music Band'its" hat ihren ersten Auftritt.

Die Presse bezeichne den Abend als "größte Weihnachtsfeier Burgwedels": Das traditionelle Weihnachtskonzert unserer Schule wurde zum festlichen Schlusspunkt des Jahres 2019. Die Schülerinnen und Schüler der Musik-AGs hatten im Vorfeld lange geprobt und geübt. Schon im November gab es in den verschiedenen Ensembles Probentage am Wochenende, und auch in der letzten Woche vor dem Konzert war die Bühne bis zum Abend belegt, damit am Konzerttag dem Publikum in der voll besetzten Aula vom Moderatoren-Duo Hanne Wöhler und Luis Beimfohr ein abwechslungsreiches Programm präsentiert werden konnte.

Ein Klassiker beim Weihnachtskonzert ist mittlerweile der erste Auftritt der neuen Bläserklasse 5. Rechtzeitig zur Bühnenpremiere hatte die Klasse auch einen Namen: Unter "Music Band'its" werden die Kinder in den nächsten zwei Jahren auf der Bühne stehen, gut zu erkennen an den knallroten T-Shirts mit den schwarzen Augenmasken - und natürlich dem fetten Sound.

Waren die "Music Band'its" doch sehr aufgeregt, so war der folgenden Auftritt von "Magic Music Friends For Life" (Bläserklasse 6) professionell routiniert. Das "Blas-Desaster" spielte Film-Musik von John Williams, und die Bigband trat mit Sängerin Amelie Mönch auf. Solistisch waren Matthis Meußling am Klavier sowie Enya Languth (Gesang) und Lukas Hein (Klavier) zu hören. Eine eher ungewöhnliche Performance war das Kazoo-Medley, das Anna und Enya Languth, Johan Ruschepaul und Lukas Hein präsentierten.

Aber das Weihnachtskonzert 2019 bot noch mehr Neues: Passend zum Ausklang des Fontane-Jahres – der Schriftstellen Theodor Fontane ist vor 200 Jahren geboren worden – brachten der Chor der Jahrgänge 5-7 und die Band "Systemfehler" das Mini-Musical "Die Brück’ am Tay" von Michael Amann auf die Bühne. Wie in der gleichnamigen Ballade von Fontane stand hier der Einsturz der Firth-of-Tay-Eisenbahnbrücke in Schottland im Mittelpunkt der Handlung. Und wie in der Ballade waren auch im Musical Hexen am Werk: Mit bunt flatternden Kostümen waren die Zauberinnen bei Ihrem Teufelswerk zu sehen, mit großem Ernst Lokführer Johnny mit seiner Mannschaft in der Nacht unterwegs, mit großer Sorge von den Eltern erwartet. Wie viel Atmosphäre und Illusion sich vor allem mit Licht, Nebel und Stroboskop auf der Bühne schaffen lässt, haben dabei die Mitglieder der Technik-AG demonstriert, die in gewohnt professionelle Art und Weise mal einen schottischen Wintersturm, mal ein heimeliges Wohnzimmer auf die Bühne zauberten.

Neu war auch, dass nach der Pause nicht das Publikum zur Bühne, sondern die Bühne zum Publikum kam: Die Flamenco-AG holte zu den Klängen eines spanischen Weihnachtslieds das Publikum auf charmante Art und Weise zurück in den Saal. Hier war dann zum Schluss des Programms die Bühne voll mit unserem immer größer wachsenden "Großen Chor". Und der ließ es krachen: Beeindruckend war die Gewitter-Darstellung als Opener für den Titel "Africa" von Toto.

Zum Abschluss sangen alle auf der Bühne und im Publikum gemeinsam den Weihnachts-Klassiker "O du fröhliche" - ein angemessener Beginn der "heißen Phase" des Festes.