Stolpersteine für 28 Säuglinge

Gymnasium und OBS beteiligen sich an Feierstunde

Erstellt von Elke Zietz | |   Schuljahr 2019/20
Auf jeden Stolperstein wurden eine Blüte sowie ein Engel gelegt.

Stolpersteine erinnern namentlich an die 28 getöteten Babys.

Schülerinnen und Schüler von Oberschule und Gymnasium verlesen die Namen der Kinder.

Schülerinnen und Schüler von Oberschule und Gymnasium verlesen die Namen der Kinder.

Am Samstag, den 23.11.2019, wurden in Großburgwedel „Im Mitteldorf“ neben der Grundschule erneut Stolpersteine verlegt, um an die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft zu erinnern. Nachdem bereits im Jahr  2015 ein Stolperstein für den jüdischen Arzt Dr. Albert David, der bis zu seinem Tod 44 Jahr lang in Großburgwedel praktiziert hatte, unter Beteiligung des Gymnasiums verlegt worden war, folgten nun weitere Steine. Sie erinnern an 28 Säuglinge, die als Kinder von polnischen und ukrainischen Zwangsarbeiterinnen geboren wurden und in einem Heim in Großburgwedel im Alter von wenigen Monaten durch mangelnde Pflege und Versorgung verstarben. Die feierliche Veranstaltung begann am Samstagmorgen um 9:00 Uhr, nachdem der Künstler Gunter Demnig die 28 Steine mit den Namen und Daten der Kinder sowie einen Kopfstein mit einem erklärenden Text vorbereitet hatte. Die fünf Schüler Nelleke Zeymer, Natalie Börner, Viann Fricke, Ioannis Sdrou und Leila Dietzel aus der Klasse 10A verlasen zusammen mit Schülerinnen aus der OBS die polnischen und ukrainischen Namen der Säuglinge und Viktor Conrad aus der Klasse 7B begleitete die Veranstaltung mit dem Lied "Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein" auf seiner Geige. Die Verlegung, der auch weitere Schüler sowie Lehrer des Gymnasiums beiwohnten, endete mit Gebeten von Pastor Ivan Mykhailiuk (St. Paulus Großburgwedel) und Pfarrer Andrej Deutz (Ukrainische Orthodoxe Gemeinde St. Wolodymir Hannover) und einer Schweigeminute.