Exkursion nach Oświęcim 2016

Schüler besuchen Gedenkstätten in Auschwitz

Erstellt von Gne | |   Schuljahr 2015/16Exkursionen & FahrtenInternational
Foto: Der Eingangsbereich zum Konzentrationslager Auschwitz Stammlager

Der Eingangsbereich zum Konzentrationslager Auschwitz Stammlager

Foto: Gang über das Gelände des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau

Gang über das Gelände des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau

Auschwitz – der deutsche Name der polnischen Kleinstadt Oświęcim ist zum Synonym geworden für nationalsozialistischen Rassenwahn und Holocaust. Am 27. Januar 1945 wurden die drei Konzentrationslager in Auschwitz von der Roten Armee befreit -1,5 Millionen Menschen waren der Vernichtungsmaschinerie bis dahin zum Opfer gefallen.
Nunmehr zum zweiten Mal fuhren in der vergangenen Woche 24 interessierte Schülerinnen und Schüler, begleitet von zwei Geschichtslehrern des Gymnasiums, für fünf Tage nach Polen, um sich über die Vergangenheit an historischem Schauplatz zu informieren.
Im Zentrum stand die Besichtigung der beiden großen Gedenkstätten: Jeweils vier Stunden verbrachte die Gruppe im ehemaligen Stammlager Auschwitz sowie im nicht weit entfernten Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Den Schülerinnen und Schülern ging die Besichtigung der Baracken und Lageranlagen sichtlich nahe – besonders deutlich wurde dies auf der Rampe, dem Ort der Selektionen nach der Ankunft der Deportierten im Lager, den der polnische Überlebende Wies?aw Kielar als „Anus mundi“ bezeichnet hat. Die Eindrücke aus der Gedenkstätte konnten dann im Anschluss in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte durch Arbeit mit Foto- und Filmdokumenten bis in den späten Abend hinein vertieft werden.
Einblicke bot die Fahrt aber auch in jüdisches Leben und jüdische Kultur: Der glänzend geführte Besuch im jüdischen Zentrum von Auschwitz mit der Chewra-Lomdei-Mishnajot-Synagoge war für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer der erste Besuch einer Synagoge überhaupt.
Am letzten Tag rundete dann ein Besuch in Krakau mit einem Gang durch das jüdische Stadtviertel Kazimierz und die Fabrik Oskar Schindlers die Exkursion thematisch ab.
Trotz der langen Anfahrt waren sich alle Teilnehmer am Ende einig: Diese Reise hat sich gelohnt und wird jüngeren Schülergenerationen empfohlen.