Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Neuauflage des Kampfes Lehrer gegen Schüler im Station auf der Ramhorst

Erstellt von Jürgen Keuneke | |   SportSchuljahr 2016/17

Die Teambetreuer freuen sich auf ein spannendes Fußballfest: Kleinjans, Keuneke, Mirena, Tüzün (v. l.)

Am 20. Juni 2017 (am vorletzten Schultag vor den Sommerferien), findet erneut ein Fußball-Schuljahresabschluss-Finale statt: Die Schüler-Auswahl (betreut von Mazlum Tüzün und Elion Mirena) spielt im Stadion von Burgwedel gegen die Lehrer-Auswahl (betreut von Jürgen Keuneke und Patrick Kleinjans). Zuschauen wird in der 3. und 4. Schulstunde wieder das gesamte Gymnasium Großburgwedel.  Die Betreuer des Schülerteams werden ab sofort in der Pausenhalle unter der weißen Plakatwand wieder eine Box aufstellen, in die Schülerinnen und Schüler ihren Namen werfen können, wenn sie gern in der Fußball-Schüler-Mannschaft mitspielen wollen. Mazlum und Elion werden dann die ideale Auswahl zusammenstellen, die am 20. Juni gegen die "Pauker" antritt. Die Betreuer des Lehrer-Teams gehen natürlich davon aus, dass (fast) alle aktiven Paukerinnen und Pauker des Aufgebots 2016 auch diesmal 2017 wieder zur Verfügung stehen. Da im Kollegium mittlerweile mehrere Neuzugänge dazugekommen sind, wäre auch deren Einsatz auf dem grünen Rasen wunderbar!

In den letzten Sommerferien gab es ja bereits eine Berichterstattung ("Sicht der Zuschauer") über das Fußballspiel "Schüler vs. Lehrer 2016" auf der GyGro-Website. Jetzt ("nach dem Spiel ist vor dem Spiel") ist auch das vergangene Match natürlich wieder in aller Munde. Was kann das Lehrerteam und das Schülerteam dieses Jahr besser machen. Was ist 2016 gut gelaufen in Sachen Taktik, Aufstellung und Einstellung? Was ging überhaupt nicht? So haben sich vorab die Betreuerteams beider Mannschaften und der Schiedsrichter der letzten Partie (Dr. Nitschke) zusammengesetzt, um alle Details des Spieles 2016 noch einmal für die Nachwelt festzuhalten und etwas "aus dem Nähkästchen" zu plaudern. Garniert mit bisher noch nie veröffentlichten Fotos vom Spiel 2016. Enjoy!

Ansonsten wird es spannend die nächsten Tage: Wer pfeift beim aktuellen Spiel? Wird wieder live moderiert? Wenn ja, von wem? Wie sehen die aktuellen Aufgebote aus? Wer ist verletzt? Wer ist in Form und wer nicht? Organisieren Schüler und Lehrer visuelle und lautstarke Fan-Unterstützung? Kicken im aktuellen Schüler -Team - wie im Lehrer-Team üblich - diesmal auch einige Damen mit? Gibt es wieder Einlauf-Kinder beim Marsch der Kicker auf den Platz? Erklingt die National-Hymne? Fragen über Fragen! Nur eins ist schon sicher: Der Ball wird auch am 20.06. rund sein und muss ins Eckige ;-)

Sportliche Grüße von

Elion Mirena, Mazlum Tüzün, Jürgen Keuneke und Patrick Kleinjans

Rückblick:  Das war das Spiel 2016

(Autoren: Keuneke, Dr. Nitschke, Mirena, Tüzün)

Bildergalerie Fußballspiel 2016

Um die 1000 Zuschauer (das gesamte Gymnasium war vor Ort) im Stadion von Burgwedel sahen ein denkwürdiges Fußballspiel über 60 Minuten zwischen der Schülerauswahl und der Lehrerauswahl des Gymnasium Großburgwedel, das nach dem 6:3-Sieg der Schüler 2012 diesmal nach regulärer Spielzeit unentschieden 6:6 endete. Da es aber eine Entscheidung geben sollte, traten mutige Kicker aus beiden Teams noch zu einem Elfmeterschießen an, das die Schüler schließlich 4:2 für sich entscheiden konnten. Fachkundige Beobachter des Spiels waren einhellig der Meinung, dass der Gesamtsieg der Schüler verdient war. Das Spiel wurde zum Abschied der Lehrkräfte Dr. Christina Wippermann, Detlef Hoyer, Wolfgang Grüne und Stefan Jachmann veranstaltet. Frau Wippermann war beim Anstoß (in jeder Halbzeit!) selbst aktiv, Herr Hoyer wirkte in der Spielzeit von 60 Minuten als entscheidende Sturmspitze der Lehrerauswahl mit. Herr Grüne glänzte - wie schon 2012 - am Spielfeldrand mit einer fachkundigen und humorvollen Live-Reportage.

An Spieltag brach pünktlich vor dem Spiel die Sonne durch die Regenwolken. Nicht nur das Wetter, sondern auch die Organisation rund um das Spiel zeigte sich von der besten Seite. Die Klassen erreichten  pünktlich den Platz. Einlaufkinder für die Mannschaften und die Musiker-Gruppe um Johannes Grüne standen schon bereit. Beim Einlauf der Aktiven selbst - Hand in Hand mit den Kids - erklang die epische Hymne der Champions League.

Kaum präsentierten sich die Mannschaften auf dem Platz, erklang - live gespielt - die deutsche Nationalhymne! Die Stimmung unter den Zuschauern war prima, auch wunderbar angeheizt durch eine besonders augenfällige und lautstarke Lehrerinnen-Fangruppe, die eine gelungene Choreografie eingeübt und gestaltet hatte. Ihre wortgewaltigen Schilder sollten einzelne Kicker aus dem Lehrer-Team besonders motivieren. Also: Beste Rahmenbedingungen für ein rasantes und spannendes Spiel!

In der Kabine: Die Taktik

Das Lehrerteam konnte auf einen sehr kleinen Stamm von Pädagogen zurückgreifen, die schon beim letzten Spiel 2012 gegen die Schüler gekickt hatten. Bielefeld, Hinrichs, Vosberg, Leuschner und Keuneke waren schon 2012 mit von der Partie. Diesmal mussten sehr viele Neuzugänge dazu geholt werden (Großfeld!).

Eine "Großbaustelle" entstand auf der Torwart-Position, da sich Stammtorwart Messner verletzt hatte. Auch andere Alternativen fielen aus, so dass schließlich mit Malte Bonhage ein ehemaliger Schüler als "Schnapper" engagiert wurde. Für den Abwehrverbund um die Kämpen Hinrichs, Leuschner, Bielefeld und Vosberg wurde mit Hempen, Gödeke, Klimzeck, Rüter und Loges viel "frisches Blut" dazugewonnen. Dr. Nitschke - bereits 2012 beim Match Schüler vs. Lehrer als Schiedsrichter aktiv - sollte hinten zudem einen "Libero" alter Schule spielen. Doch es kam kurz vor dem Spiel anders als gedacht! Rüter war verletzt - setzte sich aber trotzdem auf die Bank. Hinrichs und Leuschner gingen angeschlagen ins Spiel! Dr. Nitschke musste zudem noch sein brandneues Lehrer-Fußballtrikot gegen das Schiedsrichter-Outfit tauschen, da der vorgesehene Schiedsrichter (ex-Bundesliga-Schiedsrichter Kemmling) an einer Haushaltssitzung der Stadt Burgwedel teilnehmen musste. Im Mittelfeld um Keuneke gab es die "Neuerwerbungen" Schulz, Dick, Kleinjans und Doll zu sehen. Hier fielen allerdings die ebenfalls vorgesehenen Loges und Claus zusätzlich kurzfristig aus. Für den Sturm war nur eine einzige richtige Spitze im Kader: Detlef Hoyer. Für den Fall seiner Auswechslung war vorgesehen, im Sturm mit einem Mittelfeldspieler als "falsche 9" zu spielen. Als Ergänzung für die zu dünn besetzte Lehrer-Offensive konnte als weiterer ehemaliger Schüler noch Stadtjugendpfleger Appel hinzugewonnen werden.  Die Betreuer der Lehrer gaben ihrem Team eine 3-2-1-3-1-Taktik vor. Man wollte hinten den offensivstarken Schülern defensiv mit einer Dreierkette in der Innenverteidigung entgegentreten, die durch zwei Außenverteidiger defensiv zu einer Fünferkette komplettiert werden konnte. Bei eigenen Angriffen war angedacht, beide Außenverteidiger mit nach vorne zu ziehen, so dass die Außenpositionen quasi doppelt besetzt waren. Diese Taktik war in einem Geheimtraining schon eingeübt worden. Allerdings hakte diese Marschroute im Spiel ab und an - sicherlich auch aufgrund der "Verletzten-Misere" im Lehrerteam.

Das Betreuerteam der Schüler, aus Elion Mirena, Tim Hofmann und Mazlum Tüzün bestehend, hatte durch Zetteleinwurf in einen "Bewerberkasten", der in der Pausenhalle vor der Fußball-Informationswand platziert war, Spieler-Meldungen entgegengenommen. Spielerinnen und Spieler aus der Mittel- und Oberstufe sollten sich für den Kader bewerben. Dabei entstand ein starker und breitgefächerter Kader, der zwar viele taktische Möglichkeiten bot, aber im Gegensatz zum eher defensiv gewichteten Kader der Lehrer einen sehr offensiven Schwerpunkt aufwies. Somit musste eine angriffsstarke Formation gefunden werden, die aber beim zu erwartenden konterstarken Umschaltspiel der Lehrer in der Abwehr nicht zu anfällig war. Schließlich wählten die Schüler eine Grundformation in der Taktik 3-2-3-2. Angestrebt war, besonders durch zentrales Spiel erfolgreich in den Lehrer-Strafraum vorzudringen. Während bei den Lehrern Hoyer das Kapitänsamt übertragen worden war, wollten bei den Schülern die drei Betreuer die Binde während des Spiels untereinander tauschen.

Die Wahrheit auf dem Platz

Von Beginn des Spiels an spielte die Schülermannschaft mit viel Energie und wusste durch schöne Kombinationen zu gefallen. Die Defensivtaktik der Lehrer zahlte sich nicht sehr lange aus, denn schnell erzielten die Schüler zwei Tore durch Tim Hofmann und  Simon Haupt. Jetzt mussten auch die Lehrer etwas mutiger und offensiver werden. Sie profitierten auch davon, dass die Schüler einen Gang zurückschalteten und sich auf der Führung ausruhten. Noch vor dem Halbzeitpfiff, nach vielen vergebenen Chancen aus dem Spiel heraus, schafften die Lehrer das Anschlusstor. Nach einem Foulspiel im Strafraum zeigte Schiri Nitschke auf den Elfmeterpunkt. Lehrer-Kapitän Hoyer verwandelte den Strafstoß sicher.

In der zweiten Hälfte gelang Jürgen Keuneke, nachdem sich die Lehrer in der Halbzeitpause ein offensiveres Vorgehen vorgenommen hatten, tatsächlich kurz nach dem Wiederanpfiff mit einem beherzten Schuss der viel umjubelte Ausgleich.

Von nun an wogte das Spiel hin und her, die Zuschauer bekamen genug Strafraumszenen zu sehen, die auch erfolgreich abgeschlossen wurden. Die Schüler gingen mehrfach in Führung. Ein Tor war schöner herausgespielt als das andere! Besonders auffällig im Offensivspiel der Schüler war dabei Marten Dybus, der erfolgreich abschloss. Doch den Paukern gelang durch den brandgefährlichen Hoyer postwendend wieder der Ausgleich, bevor der gleiche Spieler mit einem weiteren erfolgreichen Torschuss das Spiel sogar drehte!

Nun gaben die Schüler noch einmal alles und spielten ihre ganze Technik und Kondition aus. Der Ausgleich war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, fiel aber nicht etwa durch ein Goal aus dem Feld! Denn die Schüler bekamen - nach überhartem Einsteigen der pädagogischen Innenverteidiger (manche sprachen hier von einer Konzessionsentscheidung des Schiedsrichters) - einen Strafstoß

zugesprochen. Florian Schneider verwandelt den Elfer souverän und ließ dabei Lehrer-Keeper Bonhage keine Chance. Fast im Gegenzug gingen die Lehrer, die zu keiner Zeit des Spieles aufgaben, aber sofort wieder durch Appel in Führung. Dem danach sofort folgenden Schlussspurt der Schüler waren die Pädagogen aber nicht gewachsen waren schließlich froh, im Spiel selbst ein 6:6-Remis erreicht zu haben.

Verlängerung

Aber damit nicht genug: Schiedsrichter Dr. Nitschke bat zum Nachspiel! Es sollte Elfmeterschießen geben! Mit dieser Spiel-Erweiterung hatten die Lehrer nicht gerechnet und auch im Geheimtraining keine Strafstöße geübt. Die Schüler entschieden diese Auseinandersetzung klar für sich. Sie verwandelten 4 Elfmeter, während die Lehrer nur bei zwei Elfern erfolgreich waren. Hier zeigte auch Schüler-Keeper Storch mit zwei gehaltenen Elfmetern sein ganzes Können!

Nach dem letzten erfolgreich verwandelten Strafstoß liefen die Schüler jubelnd  auf ihren Nachwuchskicker Reimann zu, der als einziger Spieler des Jahrgangs 7 bereits in den Schlussminuten des Spiels eingewechselt wurde und im Nachgang seinen Elfer spielentscheidend verwandelte. Dass Lehrerteam ertrug die schließlich vermeidbare Niederlage mit Fassung, widmete sich nach dem Spiel den Fotoshootings (u.a. Mannschaftsfotos zusammen mit den Schülern), Interviews und Fans.

Die Diskussionen auf und neben dem Platz und in der Duschkabine drehten sich nicht nur um die Nachbetrachtung des Spiels, sondern auch um das "Outfit". Hatten die Pauker doch endlich eigene Trikots zur Verfügung (durch viele Trikot-Paten aus dem Kollegium gesponsert), die beim Spiel 2016 gegen die Schüler nun eingeweiht wurden.

Die senkrechten Streifen des Trikots im hellblau-weißen "Argentinien-Look" machten die Lehrer nicht nur schlank, sondern waren auch sonst eine Augenweide! Detlef Hoyer bekam sein frisch beflocktes Trikot zum Abschied bereits vor dem Spiel überreicht (mit der Nr. 9 als "Bomber" ausgezeichnet). Wolfgang Grüne, der das

Spiel im eigenen Deutschland-Trikot moderierte, wurde dann nach dem Spiel ebenfalls mit einem neuem Oberteil beschenkt. Er darf sich nun im Ruhestand mit dem Lehrertrikot Nr.10 als "Spielmacher" schmücken! Comeback nicht ausgeschlossen?

Nach dem Spiel wurde natürlich auch noch fleißig über das Spiel und das Ergebnis gefachsimpelt. Die Hobbytrainer am Spielfeldrand waren teilweise der Meinung, dass die Schüler an diesem Tage nicht ihre bestmögliche Leistung abgerufen hätten. Andere lobten deren zurückhaltende und kluge Spielweise, die das natürlich weitaus ältere "Pauker-Team" nicht "alt" aussehen gelassen habe. Viele Lehrer sahen endlich einmal die wahren Talente ihrer Schüler! Manche Schüler mussten erkennen, dass sie ihre Lehrer falsch eingeschätzt hatten! Gelobt wurde von Schülerseite der unbedingte Wille und der Einsatz des Lehrkörpers auf dem Rasen. Die Betreuer der Schüler gaben an, sich von Spielbeginn an nicht auf die richtigen Lehrer konzentriert zu haben, die spielentscheidend wurden. Anstatt besonders z.B. auf Leuschner und Gödeke zu achten, die man - entgegen ihrem wirklichen Wirken in der Verteidigung - in der Lehrer-Offensive vermutete, habe man z.B. besser auf einen Hoyer achten sollen. Auch die Lehrerinnen im "Pauker-Team" bekamen für ihre Leistung auf dem Rasen von Schülerseite besonderes Lob! Diese wünschten sich im Gegenzug für die Zukunft auch Spielerinnen im Schüler-Team (2012 waren dort ja schon einmal Damen am Ball). Die Schüler bewunderten besonders den weiblichen Fanclub der Lehrer und ihre "coolen" Spruch-Plakate. Man wolle beim nächsten Spiel auch hier besser eingebunden werden. Ein "Wink mit dem Zaunpfahl", beim einer eventuellen Revanche aus der Schülerschaft heraus auch für deutlich wahrnehmbare Fan-Aktivität zu sorgen. Nicht nur von weiblicher Seite! Ansonsten waren sich beide Mannschaften und die Zuschauer einig: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel !!!

Fakten zum Spiel

Spielzeit: 2x30 Minuten (Großfeld)

 Aufstellung Schüler-Mannschaft (Taktik: System 3-2-3-2)

Torwart - rechter, zentraler und linker Innenverteidiger - 2 zentrale Mittelfeldspieler (Sechser) - rechter, zentraler und linker Mittelfeldspieler  - 2x Sturmspitze

Storch - Berkmann (Tüzün), Hahn, Grund (Hansen) - Mirena, Könecke - Haupt (Berse), Dybus, Riepenhausen (Bagersade) - Hofmann (Reimann), Strohschänk (Schneider)

Aufstellung Lehrer-Mannschaft (Taktik: System 3-2-2-2-1)

Torwart - rechter, zentraler und linker Innenverteidiger - rechter und linker Außenverteidiger - 2 zentrale defensive Mittelfeldspieler (Sechser) - rechter und linker Außen im Mittelfeld - Sturmspitze

Bonhage - Bielefeld (Hempen), Leuschner, Hinrichs (Rüter) - Vosberg (Elsner), Gödeke (Klimzeck) - Keuneke, Schulz - Dick (Appel), Kleinjans (Doll) -  Hoyer

Weitere Details zum Spiel

Reihenfolge der Tore:

1:0 Hofmann
2:0 Haupt
2:1 Hoyer (Elfmeter)
2:2 Keuneke
3:2 Dybus
3:3 Hoyer
3:4 Hoyer
3:5 Hoyer
4:5 Dybus
5:5 Schneider (Elfmeter)
5:6 Appel
6:6 Riepenhausen

Elfmeterschießen:

Lehrer:

Hoyer (verwandelt)
Kleinjans (verwandelt)
Keuneke (Elfer von Storch gehalten)
Vosberg (Elfer von Storch gehalten)

Schüler

Bagersade (verwandelt)
Mirena (verwandelt)
Tüzün (verwandelt)
Reimann (verwandelt)