Regelungen zum freiwilligen Wiederholen eines Schuljahres und zur Versetzung

Das Niedersächsische Kultusministerium hat als eine Reaktion auf mögliche pandemiebedingten Lernrückstände die Bedingungen für die Versetzung und das freiwillige Wiederholen des Schuljahres für das laufende Schuljahr angepasst. Über diese Regelungen möchten wir kurz informieren.

Auch in der Vergangenheit war ein freiwilliger Rücktritt bereits möglich, im Rahmen der aktuellen Situation wurden die Termine und das Verfahren allerdings verändert. Wichtig ist es uns zu betonen, dass eine freiwillige Wiederholung dieses Schuljahres – trotz der beeinträchtigen Lehr- und Lernsituationen - sicherlich nur im besonderen Einzelfall angezeigt sein wird. Bei gravierenden Lernrückständen sollten Sie sich als Eltern mit uns als Schule gut beraten, ob der freiwillige Rücktritt das geeignete Mittel ist und welche Alternativen noch im Raum stehen. Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sollten hier Ihre ersten Ansprechpartner sein.

Anträge auf ein freiwilliges Wiederholen können – abweichend von den bisherigen Regelungen – bis zum 01.06.2021 gestellt werden, danach können wir allerdings keine Anträge mehr berücksichtigen (Ausschlussfrist). Über den Antrag entscheidet die Klassenkonferenz am Ende des Schuljahres. Ihr Kind nimmt bis dahin weiter am Unterricht seiner aktuellen Klasse teil. Am Ende des Schuljahres wird keine Versetzungsentscheidung getroffen werden. Im nächsten Schuljahr wiederholt Ihr Kind dann den Jahrgang und kommt in eine neue Klasse. Ausnahmsweise ist der freiwillige Rücktritt in diesem Jahr auch zulässig, wenn dieses oder das vorhergehende Schuljahr bereits aufgrund eines Rücktritts oder einer Nichtversetzung wiederholt wird bzw. wurde.

Ebenfalls angepasst wurden zwei Regelungen zu den Versetzungen: Sollte eine Versetzung im Rahmen von Ausgleichsregelungen möglich sein, bedarf es dazu keiner Entscheidung der Klassenkonferenz. Die Ausgleichsregelungen sind verbindlich anzuwenden. Sollte eine Versetzung im Rahmen einer Nachprüfung möglich sein, ist auch dazu keine positive Entscheidung der Klassenkonferenz nötig. Abweichend von den üblichen Regelungen besteht die Nachprüfung ausschließlich aus einer mündlichen Prüfung. Im Bedarfsfall können Sie die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer hier beraten. Zur Vermeidung von Missverständnissen sei ergänzt, dass am Ende von Jg. 10 keine Nachprüfung möglich ist.